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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-7412
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2002/741/


Vergleichende tierexperimentelle Studie zur Einheilung von Titanimplantaten mit und ohne Hydroxylapatit-Teilbeschichtung

Kirschner, Jutta


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde des Klinikums der Justus-Liebig-Universität Giessen
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.04.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 22.04.2002
Kurzfassung auf Deutsch: Tierexperimentelle Studien zur Einheilung enossaler Kieferimplantate informieren über Knochenabbau in marginalen Implantatzonen. Es
werden zwei in Regionen der Implantathälse unterschiedlich gestaltete Implantate vergleichend untersucht. Bei dem ersten Implantattyp
handelt es sich um ein oberflächenvergrößertes Titanschraubenimplantat mit einem zwei Millimeter breiten Hydroxylapatit (HA)-Kragen und
bei dem zweiten Implantattyp um ein nichtbeschichtetes Titanschraubenimplantat sonst gleicher Form und Oberfläche.
Beide Implantattypen wurden mit gleicher Operationstechnik knochenbündig in den Unterkieferknochen von Hunden inseriert und für die
sogenannte geschlossene Einheilung mit Oralmukosa abgedeckt.

Die postoperativen Beobachtungen beziehen sich auf zwei-, vier- und zwölfwöchige Einheilzeiten. Sie berücksichtigen
makromorphologische, histologisch-metrische (Dünnschliffe) und radiologisch-metrische (Intraoralaufnahmen) Auswertungen.
Meßergebnisse an Dünnschliffen und Röntgenaufnahmen geben Auskunft über Knochenverluste. Es bestehen marginale Knochenverluste
in stärkerem Ausmaß bei Implantaten, bei denen Schleimhautperforationen erkannt wurden. Konnten Implantate geschlossen einheilen, so
zeigen HA teilbeschichtete und unbeschichtete Implantate ähnliche Knochenverluste. Bei aufgetretenen Mukosaperforationen ergeben sich
signifikant größere Knochenverluste an HA teilbeschichteten Implantaten verglichen mit unbeschichteten Implantaten. Diese Verluste
verdeutlichen sich besonders in der zwölften Versuchswoche. Die radiologischen Befunde bestätigen insgesamt die
histologisch-metrischen Ergebnisse, unterschätzen jedoch den Knochenverlust um 0,5 bis 1 Millimeter. Betont pessimistische Sichtweise
bei der Auswertung von Röntgenaufnahmen entspricht eher den histologischen Gegebenheiten.

Insgesamt wurde erkannt, daß HA-Beschichtung im Halsbereich des Implantates bei Standardimplantationen keinen Vorteil erbringt,
dagegen deutlichen Nachteil bezüglich marginalen Knochenverlustes, wenn es in den untersuchten Einheilphasen zu Mukosaperforation
und Infektion kommt.