Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Hinweis zum Urheberrecht

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-7398
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2002/739/


Die Generalvollmacht im Handels- und Gesellschaftsrecht

Reimer, Sabine


pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.255 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Professur für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht, Deutsches und Europäisches Bank- und Kapitalmarktrecht
Fachgebiet: Rechtswissenschaft
DDC-Sachgruppe: Recht
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 21.11.2001
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 17.04.2002
Kurzfassung auf Deutsch: Die Generalvollmacht im Handels- und Gesellschaftsrecht ist eine Vollmachtsart, die in der Praxis verwendet wird, die aber gesetzlich nicht
geregelt ist und über die dementsprechend, was ihre rechtliche Einordnung angeht, Unklarheit herrscht. In der Literatur und auch in der
Rechtsprechung gibt es unterschiedliche Ansichten über die Zulässigkeit einer Generalvollmacht, ihren Inhalt und vor allem auch über ihren
Umfang.


Die Arbeit behandelt zunächst die grundsätzliche rechtliche Zulässigkeit der Generalvollmacht. Dabei geht es um die Frage, ob überhaupt
neben Prokura und Handlungsvollmacht Raum für die Generalvollmacht ist, oder ob nicht vielmehr von einem numerus clausus der
handelsrechtlichen Vollmachten auszugehen ist. Letzteres verneint die Verfasserin. Es schließt sich eine Untersuchung der einzelnen
Voraussetzungen für die Erteilung einer Generalvollmacht sowie die Bestimmung des Umfangs an. Behandelt wird auch die Frage, ob und
wie die Generalvollmacht in das Handelsregister eingetragen werden kann.


Die Verfasserin kommt zu dem Ergebnis, dass die Generalvollmacht eine eigenständige handelsrechtliche Vollmacht ist, deren Umfang im
Vergleich mit der Prokura weiter reicht, und die als solche zwischenzeitlich auch vom Gesetzgeber anerkannt worden ist. Insbesondere
liegt keine unzulässige Übertragung organschaftlicher Vertretungsbefugnisse vor. Den Abschluss der Arbeit bildet ein Reformvorschlag für
eine gesetzliche Regelung der Generalvollmacht.