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Psychosomatischer Liaisondienst in der Dermatologie

Weuster, Birte


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Gießen
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.12.2001
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 31.01.2002
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Arbeit wird der Versuch unternommen, mit Hilfe psychologischer Testmethoden den Einfluß des Besuches einer
Psychosomatischen Liaisonsprechstunde in der Hautklinik der Justus- Liebig- Universität Gießen auf den Patienten und den
Krankheitsverlauf zu erfassen.


An der Untersuchung nahmen 139 Patienten teil, die im Zeitraum von April 1995 bis Juli 1996 an einem Psychosomatischen
Beratungsgespräch in der Hautklinik der Justus- Liebig- Universität Gießen teilgenommen hatten.


Als Testverfahren dienten der Marburger Haut- Fragebogen (MHF), die Symptom Check List- 90 R (SCL- 90 R) sowie ein selbsterstellter
Katamnesebogen.


Wie hypothetisch angenommen zeigten sich Unterschiede zwischen den Patienten, welche an der Katamnesebefragung teilnahmen, zu
denen, die dies nicht taten. So litt die erstgenannte Gruppe signifikant weniger unter Juckreiz. Gleichzeitig wurde von den Patienten der
Psyche signifikant mehr Einfluß auf die Erkrankung zugeschrieben. Im Vergleich zur Erstbefragung zeigte sich im SCL- 90 R signifikant
erhöhte Ängstlichkeit. Insgesamt waren 2/3 mit dem Gespräch sowie der gegebenen Behandlungsempfehlung sehr zufrieden.


Die Gruppe mit Schwierigkeiten bei der Umsetzung einer gegebenen Psychotherapieempfehlung litt signifikant mehr unter sozialen
Ängsten und ängstlich- depressiver Stimmung. Im SCL- 90 R zeigte diese Patientengruppe signifikant erhöhte Werte bei Unsicherheit im
Sozialkontakt, Depressivität, Aggressivität, Phobischer Angst und Zwanghaftigkeit Rund 60% der Patienten hatten keine Probleme, die
Behandlungsempfehlung umzusetzen. Bei der Betrachtung der Gruppen über die Zeit verringerte sich die Belastung durch Depressivität,
Phobische Angst und die Anzahl der belastenden Symptome .