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Erzählung und Märchen - eine Untersuchung zu Michael Endes 'Die unendliche Geschichte'

Schnöbel, Marcus


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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-6049
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2001/604/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Neuere Deutsche Literatur
Fachgebiet: Germanistik
DDC-Sachgruppe: Deutsche Literatur
Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1995
Publikationsdatum: 11.12.2001
Kurzfassung auf Deutsch: Michael Endes Erzählung 'Die unendliche Geschichte' wird häufig als Märchen bezeichnet oder mit diesem in Verbindung gebracht. Das
Ziel der Studie ist es, das Verhältnis zwischen der Gattung Märchen und Michael Endes Erzählung zu bestimmen. Dabei geht es nicht allein
darum, die Nähe des Textes zum Märchen zu beurteilen, sondern das Spiel des Autors mit den Elementen des Märchens zu beleuchten.

Methodisch wird Endes Erzählung in drei Handlungsstränge zerlegt, um dann einer Struktur- und einer Stilanalyse unterzogen zu werden.
Dazu werden Ansätze aus der Märchenforschung herangezogen: Die Strukturanalyse legt Vladimir Propps Modell und die Stilanalyse Max
Lüthis Ansatz zugrunde. Auf dieser Basis kann dann differenziert gesagt werden, inwieweit Endes Erzählung auf Märchenelemente zugreift.


Die Untersuchung zeigt, daß die an einen Bildungsroman erinnernde Rahmenhandlung mit einer an das Märchen erinnernden
Binnenhandlung verschmilzt. Im Zuge dieses Prozesses werden Realität und Fiktion, Welt und Ich, Außen und Innen romantisch
zusammengeführt. Die Märchenelemente dienen dem funktional stets übergeordneten Bildungsroman dabei zunächst als Katalysator und
dann als äußere Hülle.


Wenn also 'Die unendliche Geschichte' mit wenigen Worten poetisch einordnet werden soll, dann darf sie nicht als Märchen, sondern muß
als ein zugleich märchenhafter, phantastischer und romantischer Bildungsroman bezeichnen werden.