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Alltagsmobilität von Schülerinnen und Schülern: Zur Relevanz des öffentlichen Nahverkehrs

Kreis, Achim


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Alltagsmobilität , Nahverkehr , Schüler
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Politikwissenschaft
Fachgebiet: Politikwissenschaft
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie
Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2000
Publikationsdatum: 20.08.2001
Kurzfassung auf Deutsch: In einer Erhebung im Januar 1999 wurden 103 Schülerinnen und Schüler der Kopernikusschule Freigericht (Main-Kinzig-Kreis, Hessen) mit
Fragebogen nach dem KONTIV-Muster (Socialdata, München 1978) befragt. Sie sollten auf Mobilitätsbögen ihre zurückgelegten Wege
eines bestimmten Tages dokumentieren, um ein Bild der Alltagsaktivitäten und Verkehrsmittelwahl zu erstellen. Vor dem Hintergrund der
gesetzlichen Vorgaben unter anderem einer bedarfsgerechten Gestaltung des ÖPNV war es nun Aufgabe herauszuarbeiten, welche
Relevanz die öffentlichen Verkehrsmittel für die Zielgruppe haben.

Die verwendeten Fragebögen ermöglichen die Erstellung einer differenzierten Momentaufnahme der Alltagsmobilität der Schüler/innen.
Bezüglich der Verkehrsmittelwahl zeigt sich hier mit 30% Selbstfahrern und nahezu 30% Mitfahrern eine starke Präferenz für den PKW als
Fortbewegungsmittel. Die eigens hierfür eingesetzten Schulbusse wurden dagegen nur zu knapp 10% genutzt, öffentliche Verkehrsmittel für
sonstige Wege fast gar nicht. Selbst bei Strecken unter 1 Km betrug der Anteil von PKW und Motorrad schon 35%.
Aufgrund der untersuchten Daten verdichten sich die Hinweise, daß das Ziel, einen bedarfsgerechten öffentlichen Nahverkehr anzubieten,
für die Zielgruppe jedenfalls nicht erreicht wurde. Eine Reihe struktureller Mängel des ÖPNV-Systems konnten aus den Anmerkungen
einiger Schüler zum Fragebogen schon heraus kristallisiert werden.
Kurzfassung auf Englisch: In an Investigation in January 1999 a group of 103 schoolchildren (from totally 120 in Grade 12) at the Kopernikusschule Freigericht
(Main-Kinzig-Kreis, Hessen, Germany) were interviewed with questionnaires similar to the KONTIV-questionnaires (developed by
Socialdata, München 1978). On mobility sheets they were asked to fill in their complete routes for one certain (given) day, so it would be
possible to get a reflection of schoolchildren's everyday mobility an chosen transport. In the context of given law saying that public transport
has to meet the demands it was the job to find measure the relevance of public transport for our schoolchildren.
The chosen questionnaires let us print a precise image of schoolchildren's everyday mobility. We find that 30% drive with their own car and
nearly 30% ride with others. The special schoolbusses are used by only about 10% of the interviewed scholars, public transport besides the
way to/from school uses almost none. Even short ways of less than 1 Km are driven by 35% with car or motorbike.
The gained data hint in the direction, that public transport does not meet the demands of schoolchildren at the age of 17 to 19 years. Some
structural defects of the given public transport in the region can be read out of the annotations many of the probands provided with their
questionnaires.