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Einfluss differenzierter Bodenbearbeitung und unterschiedlicher Vorfrüchte auf die Stickstoffdynamik des Bodens sowie auf die Stickstoffaufnahme und Ertragsbildung von Winterweizen im Ökologischen Landbau

Ahrberg, Stephan


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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-5858
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2001/585/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Winterweizen , Ökologischer Landbau , Stickstoffdynamik , Bodenbearbeitung
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung II, Professur für Organischen Landbau
Fachgebiet: Agrarwissenschaften und Umweltmanagement
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 17.10.2001
Kurzfassung auf Deutsch: In einem Feldversuch wurde der Einfluss unterschiedlicher Vorfrüchte sowie einer differenzierten Bodenbearbeitung auf die
Stickstoffdynamik des Bodens sowie die N-Aufnahme und Ertragsbildung von Winterweizen unter den Bedingungen des Ökologischen
Landbaus untersucht. Als Versuchsstandort diente der Lehr- und Versuchsbetrieb für Ökologischen Landbau der Universität Giessen,
Gladbacherhof, in der Nähe von Weilburg, Kreis Limburg.


Als Vorfrüchte wurden Luzernegras-Futterbau, Luzernegras-Grünbrache sowie Ackerbohnen eingesetzt. Die differenzierte
Bodenbearbeitung beinhaltete die drei Geräte Pflug, Zweischichtenpflug sowie Schichtengrubber mit Rotoregge.


Untersuchungsparameter waren die Dynamik der Nitrat- und Nmin-Gehalte in verschiedenen Bodentiefen sowie die Entwicklung der
Sprossmassebildung, des Stickstoffgehaltes und Stickstoffentzuges des Weizens. Neben Kornertrag und Proteingehalt wurden auch die
Ertragsparameter Bestandesdichte, Körner pro Ähre und Tausendkornmasse ermittelt.


Die wichtigsten Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Im Frühjahr waren nach Ackerbohnen geringere Gesamtgehalte an löslichem Stickstoff im Boden zu verzeichnen als nach Feldfutter und
Grünbrache. Die ebenfalls geringere N-Nachlieferung während der Vegetationszeit in dieser Variante war statistisch nicht abzusichern. Die
Parameter Sprossmassebildung, N-Gehalt und N-Aufnahme des Weizens wiesen nach Ackerbohnen an fast allen Terminen geringere
Werte auf als nach Feldfutter und Grünbrache. Die gleiche Rangfolge war auch im Kornertrag und Proteingehalt des Weizens
wiederzufinden. Bestandesdichte und Tausendkornmasse wurden von den unterschiedlichen Vorfrüchten nicht signifikant beeinflusst. Die
Anzahl an Körnern pro Ähre war nach Ackerbohnen geringer als nach Feldfutter bzw. Grünbrache. Unterschiede zwischen Feldfutter und
Grünbrache bezüglich aller genannten Parameter waren an keinem Termin abzusichern.


Der Faktor Bodenbearbeitung hatte keinen signifikanten Einfluss auf die Gesamtgehalte an löslichem Stickstoff im Frühjahr. Nach dem
Pflug war eine höhere N-Nachlieferung in der Vegetationszeit als nach dem Zweischichtenpflug abzusichern. Bezüglich der Parameter
Sprossmassebildung, N-Gehalt und N-Aufnahme des Weizens waren nur vereinzelt geringe Unterschiede zwischen den Varianten
festzustellen. Nach Pflugbearbeitung wurde ein höherer Kornertrag als nach Schichtengrubberbearbeitung erzielt. Der Proteingehalt sowie
die Ertragsparameter Bestandesdichte und Anzahl an Körnern pro Ähre wurden durch die unterschiedliche Bodenbearbeitung nicht variiert.
In der Pflugvariante war eine höhere Tausendkornmasse als in der Schichtengrubbervariante festzustellen.