Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Hinweis zum Urheberrecht

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-5480
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2001/548/


Psychotherapie, Persönlichkeit, Psychophysiologie, Psychoneuroimmunologie und psychosoziale Einflußfaktoren bei Patienten mit atopischer Dermatitis : Eine Meta-Analyse von Studien zur atopischen Dermatitis

Al-Abesie, Scherin


pdf-Format: Dokument 1.pdf (862 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Psychosomatische Medizin, Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.01.2001
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 11.12.2001
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel: Kritische Beurteilung ausgewählter Studien zur Psychotherapie bei Patienten mit atopischer Dermatitis (AD), deren Persönlichkeit
und psychophysiologischer, -neuroimmunologischer Streßreaktivität sowie psychosozialer Einflußfaktoren auf den Krankheitsverlauf.
Anschließend deskriptiver Vergleich und Integration der Ergebnisse der Einzelstudien in Meta-Analysen.


Datenquellen: die Datenbanken Medline, Psyclit, Psyndex und OPAC sowie das bibliografische Archiv des Forschungsteams
Psychosomatische Dermatologie am Psychosomatischen Zentrum der Justus-Liebig-Universität Giessen.


Angewandte Verfahren: Gütekriterien zur Beurteilung der methodischen Qualität von Einzelstudien von Sackett et al., 1991, in der
deutschen Modifikation nach T. Herzog, 1997, und das meta-analytische Verfahren nach Schmidt, Hunter & Jackson, 1982, zur Erfassung
von Treatment-, bzw. Untersuchungseffekten.


Ergebnisse: Von 48 ausgewählten Studien waren 3 methodisch 'gut', 35 'mittelmäßig' und 10 'unzureichend'. Verschiedene
psychotherapeutische Verfahren waren bzgl. Hautzustand und subjektiver Befindlichkeit effektiver als somatisch-medizinische
Standardmaßnahmen. Eine einheitliche AD-Persönlichkeit wurde nicht bestätigt, jedoch waren die Merkmale 'Angst', 'Depression' und
'Neurotizismus' signifikant erhöht, 'Extraversion' war signifikant niedriger als bei den Kontrollgruppen. Eine psychophysiologische,
-neuroimmunologische Überreaktivität konnte nicht bestätigt werden. Aber der potentielle Einfluß psychosozialer Faktoren auf den
Krankheitsverlauf wurde in allen 12 Arbeiten, die diese untersuchten, belegt. Nur 9 Arbeiten konnten in statistische Meta-Analysen integriert
werden. Die übrigen 36 waren bezüglich ihrer Methodik und ihres Untersuchungsziels zu heterogen, um in solch einem Verfahren verglichen
werden zu können.