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Untersuchungen zur Mobilisation hämatopoetischer Vorläuferzellen durch Blockade von Adhäsionsmolekülen

Christ, Oliver


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Adhäsionsmolekül , hämatopoetische Vorläuferzelle
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Innere Medizin, Medizinische Klinik IV, Universitätsklinikum Giessen und Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg, Abt. D0600 Tumorprogression und Immunabwehr
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.11.2001
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 29.11.2001
Kurzfassung auf Deutsch: In der klinischen Praxis werden zur Mobilisation hämatopoetischer Vorläuferzellen rekombinante Wachstumsfaktoren verwendet. Der
tierexperimentelle Ansatz dieser Arbeit zielt auf die Peripherialisierung pluripotenter Stammzellen durch Blockade ihrer
Stromazelladhäsion, um den Nachteil der Zelldifferenzierung, der möglicherweise durch G-CSF bewirkt wird, auszugleichen. Durch
monoklonale Antikörper gegen die Adhäsionsmoleküle CD44s, CD49d und CD44v7 können Vorläuferzellen mobilisiert werden, wobei
diese Mobilisation nicht unbedingt mit einer Migration dieser Zellen in die periphere Zirkulation einhergeht.


Die Blockade von CD44s bewirkt eine Expansion von Vorläuferzellen innerhalb des Knochenmarks ohne Egress in die Peripherie,
wohingegen mit einem Antikörper gegen CD49d (VLA-4) eine effektive Migration in das periphere Blut und die Milz erreicht werden
konnte. Die Zellexpansion war hier jedoch vergleichsweise gering. Die Behandlung mit G-CSF allein erreichte zwar die höchsten
peripheren Zellzahlen, die Rekonstitutionsqualität, insbesondere hinsichtlich der Immunkompetenz des Empfängers, war jedoch schwach.
Kombinierte man jedoch die Antikörperbehandlung mit einer abschließenden Gabe von G-CSF, wurde sowohl eine effektive Mobilisation
und Freisetzung in das periphere Blut als auch eine gute hämatopoetische Rekonstitution des Empfängers erreicht.


Über die Isoform CD44v7 und ihre Rolle in der Hämatopoese ist noch wenig bekannt. Die im Vergleich zur Standardisoform weitaus
restringiertere Expression dieses Moleküls macht es jedoch für Mobilisationsstudien interessant. Es zeigte sich eine Expression auf
Knochenmarkstroma- und geringer auch auf Vorläuferzellen. Die Blockade des Moleküls mit einem monoklonalen Antikörper führte zu
effektiver Vorläuferzellmobilisation und -migration in die Peripherie. Wie Experimente mit CD44v7-knockout-Tieren gezeigt haben, ist die
Expression auf Stromazellen dabei von entscheidender Bedeutung, denn nur das Vorhandensein von CD44v7 im Empfängertier hatte
einen signifikanten Einfluß auf die Zellularität und Qualität der Knochenmarkrekonstitution im myeloablativ bestrahlten Tier.