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Relevanz des serologischen Nachweises von Hepatitis-B-Virusgenomen mit der Polymerase-Kettenreaktion bei Schwangeren für das Risiko der perinatalen Virusübertragung

Grenzebach, Johanna


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Hepatitis-B , Polymerase , Schwangerschaft
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Kinderheilkunde, Abteilung Hämatologie und Onkologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.04.2001
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 28.11.2001
Kurzfassung auf Deutsch: In Kamerun, einem HBV-Endemiegebiet Zentralafrikas, wurden 109 Mütter und ihre Neugeborenen mittels ELISA (anti-HBc, HBsAg,
HBeAg) und PCR (HBV-DNA) auf Marker einer HBV-Infektion untersucht. Obwohl etwa 2/3 der Mütter eine HBV-Infektion durchgemacht
hatten, die HBsAg-Trägerrate bei 13,7% lag und HBV-DNA bei 23 % der Mütter nachgewiesen wurde, konnte nur eine einzige perinatale
Infektion nachgewiesen werden und zwar bei der einzigen Mutter mit positivem HBeAg-Befund. Auch die Säuglingsnachuntersuchungen im
Alter von 6 Monaten zeigen, wie mehrere Berichte anderer Autoren, daß es in der untersuchten Region nur selten zu einer perinatalen
Infektion kommt (Ndumbe et al. 1989). Hiernach scheinen niedrige HBV-DNA-Titer im Serum der Mutter, die mit Hilfe der PCR jedoch noch
erfaßt werden können, nur mit einem sehr geringen Risiko für eine perinatale Infektion des Neugeborenen einherzugehen. Ein
PCR-Screening auf HBV-DNA ist somit, ganz abgesehen von den hohen Kosten des Verfahrens, für afrikanische Endemiegebiete nicht
geeignet, um Mütter mit hohem Risiko für die Übertragung des Hepatitis B-Virus bei der Geburt eines Kindes zu identifizieren.


Die HBV-Subtypisierung mittels multiplex-PCR bzw. DNA-Sequenzierung zeigte in 71% der Fälle den HBV-Genotyp D, was mit dem
Vorherrschen dieses Genotyps in dieser Gegend übereinstimmt (Okamoto et al. 1988). In 6% der Fälle wurde der Genotyp E
nachgewiesen. Zudem konnten in 13% bzw. 10% der untersuchten Personen zwei neue Muster in der Multiplex-PCR nachgewiesen
werden, die keine Ähnlichkeit mit den bisher bekannten Subtypen aufweisen.
Kurzfassung auf Englisch: Detectable by the polymerase chain reaction (PCR) In Cameroon, an endemic HBV area of Central Africa, 109 mothers and their newborn
babies were tested for serological markers of a HBV infection by ELISA (anti-HBc, HbsAg, HbeAg) and by PCR (HBV-DNA). Although
about 2/3 of the mothers had suffered a HBV infection, the HbsAg carrier status was 13,7 % and HBV-DNA was detected in 23% , only one
perinatal infection was detected in the case of a single mother being HbeAg positive. The follow up examinations of the siblings at the age
of six months show, like reports of other authors, that in this region perinatal infections occur rarely (Ndumbe et al. 1989). Low viral DNA
levels in the serum of the mothers which are still detectable by polymerase chain reaction seem to correlate with a very low risk for a
perinatal infection of the newborn. So, apart from expenditure, a PCR screening method for HBV-DNA is not suitable for African endemic
areas to identify mothers at risk for a perinatal HBV transmission.


The HBV subtyping by multiplex PCR respectively DNA sequencing showed in 71 % of the cases the HBV genotype D which is in
accordance with the predominance of this genotype in this area (Okamoto et al 1988). In 6 % of the cases genotype E was detected. In
addition, in 13 % respectively 10 % of the cases new patterns were detected by multiplex PCR which do not show any similarity with known
subtypes.