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Zuverlässigkeit der Kiefergelenkröntgenprogramme des Orthophos CD

Giebel, Sonja


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde,Poliklinik für Kieferorthopädie
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.10.2001
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 20.12.2001
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Studie wurde analysiert, welche Auswirkungen Positionsänderungen von Schädeln auf die Darstellung der
Kiefergelenkstrukturen in den Kiefergelenkspezial-programmen P4, P5, P8 und P9 des Orthophos CD® (Siemens) haben.


Das Material umfaßte sechs mazerierte Schädel, die auf einem 3-D-Panorama-Fluid-Kopf für Fotostative fixiert waren. Um die
Darstellungsgenauigkeit zu überprüfen, wurden mit den Schädeln Positionsänderungen von einem bis drei Grad je Raumebene
durchgeführt. Dabei wurden die Auswirkungen der Positionsänderungen auf die Condylusform, auf den Gelenkspalt und auf am Condylus
befestigte Marker metrisch ausgewertet. Desweiteren erfolgte eine Markierung der Gelenkgrube mittels Messingdrähten, um zu
analysieren, welche Teile der Fossa articularis im Röntgenbild abgebildet werden.


Die Ergebnisse zeigten, daß alle untersuchten Röntgenprogramme äußerst anfällig für Verzerrungs- und Vergrößerungseffekte waren und
die verschiedenen Kiefergelenkstrukturen nur bedingt anatomiegenau wiedergaben. Die Spezialprogramme P5, P8 und P9 lieferten
radiologische Bilder, die aufgrund der starken Verzerrung und unscharfen Darstellung der knöchernen Strukturen, weder ausgewertet noch
für diagnostische Zwecke verwendet werden konnten. Auswertbar war lediglich das Programm P4, aber auch hier unterlagen alle
anatomischen Strukturen Verzerrungs- und Vergrößerungseffekten, die durch Positionsänderungen der Schädel hergerufen wurden.
Besonders betroffen waren die lateralen Gelenkkomponenten und der anteriore Gelenkspalt.


Weiterhin konnte festgestellt werden, daß die Kiefergelenke am gleichen Schädel schon bei geringgradigen Positionsänderungen
teilweise asymmetrisch im Röntgenbild dargestellt wurden, obwohl diese bei der Voruntersuchung am mazerierten Schädel keine
wesentlichen Asymmetrien aufwiesen. Aufgrund dessen war ein Seitenvergleich der Kiefergelenke im Röntgenbild nur bedingt
aussagefähig.