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Untersuchung thrombozytärer, plasmatischer und endothelialer Aktivierungsmarker bei Patienten mit Typ-I Diabetes mellitus

Weisner, Lorenz


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Diabetes mellitus
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Innere Medizin, Abt. Hämatologie und Internistische Onkologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.08.2001
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 10.10.2001
Kurzfassung auf Deutsch: Veränderungen von plasmatischer Gerinnung, Fibrinolysesystem, Endothel- und Thrombozytenfunktion werden mit als Ursache für die
Entstehung diabetischer Gefäßalterationen angesehen. In der vorliegenden Studie wurde der Einfluß der Krankheitsdauer auf das
Gerinnungssystem bei 31 Patienten mit Typ I Diabetes mellitus untersucht. Das Patientenkollektiv wurde entsprechend der
Krankheitsdauer drei Gruppen zugeteilt. In Gruppe 1 (n = 11) wurden Patienten mit einer Krankheitsdauer von weniger als 10 Jahren, in
Gruppe 2 (n = 9) Patienten mit einer Krankheitsdauer zwischen 10 und 20 Jahren und in Gruppe 3 (n = 11) Patienten mit einer
Krankheitsdauer von mehr als 20 Jahren untersucht. Die Thrombozytenaktivierung wurde mittels Durchflußzytometrie und der Bestimmung
von Plättchenfaktor 4 (PF 4) untersucht. Für die Durchflußzytometrie wurden die monoklonalen, fluoreszierenden Antikörper CD 62 und CD
42b, 1%ige Paraformaldehydlösung und ein Phosphatpuffer verwendet. Sowohl die Expression des Granulamembranproteins 140
(GMP-140) als auch die des Glykoproteins 1b (GP1b) wurden innerhalb von 24 Stunden nach Blutentnahme gemessen. Parameter der
Blutgerinnung und der Endothelfunktion wurden durch Standardlaborverfahren unter Anwendung von enzymimmunologischen Tests
bestimmt.

Eine Beziehung zur Diabetesdauer konnte tendentiell für die Thrombozytenaktivierung und Thrombomodulin als Marker für
Endotheldysfunktionen nachgewiesen werden, wobei Patienten der Gruppe 1 (Diabetesdauer < 10 Jahre) die stärkste
Thrombozytenaktivierung im Vergleich der drei untersuchten Patientengruppen, und Patienten der Gruppen 2 und 3 (Diabetesdauer
zwischen 10 und 20 Jahren bzw. > 20 Jahre) stärker erhöhte Thrombomodulinwerte als die Patienten der Gruppe 1 zeigten. Daraus kann
der Schluß gezogen werden, daß die verstärkte Thrombozytenaktivierung im Fühstadium der Erkrankung als erster Hinweis für die
Entstehung von Gefäßalterationen dienen kann, und eine verstärkte Endotheldysfunktion erst im weiteren Verlauf der Erkrankung auftritt und
somit den manifesten Gefäßschäden unmittelbar vorausgeht. Korrelationen der bestimmten Parameter zu HbA1c- und Blutzuckerwerten
konnte lediglich für die freie und Gesamt-Protein S-Konzentration tendentiell nachgewiesen werden, sodaß eine Abhängigkeit von der
metabolischen Situation der Patienten nicht gezeigt werden konnte. Für alle Parameter der Blutgerinnung, der Fibrinolyse, der Endothel-
und Thrombozytenfunktion konnte kein statistisch signifikanter Bezug zur Diabetesdauer hergestellt werden.