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Die Inzidenz der T-Wellen Alternation in einer Population herzgesunder Probanden : Eine prospektive Studie

Weber, Stefan


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Freie Schlagwörter (Deutsch): T-Wellen Alternation , Herz , Herztod
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Innere Medizin, Medizinische Klinik I, Abteilung Kardiologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.08.2001
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 16.08.2001
Kurzfassung auf Deutsch: Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems stehen in den westlichen Industriestaaten an der Spitze der Todesursachenstatistiken. Der
plötzliche Herztod tritt dabei als Erstmanifestation oder auch als Spätfolge einer zugrunde liegenden kardialen Erkrankung auf. In der
Bundesrepublik Deutschland sterben jährlich mehr als 100.000 Menschen an plötzlichem Herzversagen. Ein neues nicht-invasives
Meßverfahren zur Risikostratifizierung von ventrikulären Arrhythmien ist die T-Wellen Alternations-messung. Die hier vorliegende Studie
wurde durchgeführt, um die Inzidenz des Parameters T-Wellen Alternans in einer Population herzgesunder Probanden zu bestimmen und
somit die Spezifität des Meßverfahrens zu ermitteln. Die Studie wurde an 48 herzgesunden Probanden in Form einer
Belastungsergometrie durchgeführt. Als herzgesund eingestuft wurden alle Probanden mit unauffälliger klinischer Vorgeschichte,
unauffälligem körperlichen Untersuchungsbefund, unauffälligem Belalstungselektrokardiogramm und normalem Echokardiographie-befund.
Das Durchschnittsalter der Probanden betrug 29,7±7,9 Jahre. Die Altersobergrenze für die Aufnahme in diese Studie wurde bei 55Jahren
festgelegt, um das Vorhandensein bisher nicht symptomatisch gewordener koronarer Herzerkrankungen zu minimieren. Bei zwei der
untersuchten Probanden konnten stark positive T-Wellen Alternationen nachgewiesen werden. Bei fünf weiteren Probanden wurde ein
schwach positiven TWA-Befund erhoben. Bei 38 Probanden konnten keine T-Wellen Alternationen nachgewiesen werden. Die
Meßergebnisse von drei Probanden konnten aufgrund der Datenlage nicht sicher ausgewertet werden. Eine prädiktive Bedeutung in Bezug
auf ein erhöhtes Arrhythmierisiko konnte bisher nur für stark positive T-Wellen Alternationsbefunde sicher nachgewiesen werden.
Basierend auf den Daten dieser Studie ergibt sich eine Inzidenz der T-Wellen Alternation bei herzgesunden Probanden von 4.2% (2/48).
Dies entspricht einer rechnerischen Spezifität von 96% für das Verfahren der T-Wellen Alternationsmessung.