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Untersuchungen zum Polyetherabformmaterial Impregum Penta Soft

Nave, Sabine Barbara


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Polyetherabformmaterial , Impregum Penta Soft
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde,Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.07.2001
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 02.08.2001
Kurzfassung auf Deutsch: Als eine Gruppe der elastomeren Abformmassen haben die Polyether seit ihrer Einführung um 1965 immer noch einen großen Anteil am
Markt, weisen aber aufgrund ihrer werkstoffkundlichen Eigenschaften einige Nachteile auf. Zum einen ist hier die relativ lange
Abbindephase zu nennen, die es in einigen Fällen schwierig macht, eine Abformung ohne Verwackeln und somit ohne Ausbildung
endogener Spannungen im Material zu ermöglichen. Außerdem ist die lange Verweildauer des Abformlöffels im Mund eine
Unannehmlichkeit für den Patienten. Desweiteren führt das durch die große materialimmanente Akzeptanz von Feuchtigkeit bedingte
exakte Anfließen an die Zähne (Hydrophilie) und die hohe Reißfestigkeit der abgebundenen Abformmasse zu zwei nachteiligen Punkten.

Als erstes kann die fertige Abformung, v.a. wenn ausgeprägte Unterschnitte im Zahn- oder Kieferbereich vorhanden sind, häufig nur unter
großen Schwierigkeiten aus dem Mund des Patienten entfernt werden. Das Zweite ist, dass sehr oft die Gipsmodelle bei der Entformung
beschädigt werden, besonders bei grazil präparierten Zahnstümpfen. Als Letztes ist der sehr unangenehme Geschmack der Polyether als
Nachteil zu nennen.


Die geplante Studie, die sowohl im Interesse der Fa. Espe als auch im wissenschaftlichen Interesse der Prothetischen Abteilung der
Zahnklinik der Universität Gießen durchgeführt wurde, befasst sich nicht mit den geänderten Eigenschaften von Polyethern, sondern sollte
anhand eingeführter Versuchsaufbauten die bei der Verwendung eines neu entwickelten Abformmaterials auf Polyetherbasis zur
Abformung präparierter Zahnhartsubstanz zu erwartenden Dimensions- und Detailungenauigkeiten ermitteln und so die Unterschiede und
Gemeinsamkeiten der Basiseigenschaften des neuen Materials zu dem Ursprungsprodukt herausstellen. Die erhaltenen Ergebnisse
wurden außerdem mit denen ausgewählter markteingeführter Materialien verglichen. So sollten Rückschlüsse auf die Qualität und v.a. auf
die klinische Tauglichkeit gezogen werden.


Aus werkstoffkundlicher Sicht ist die Weiterentwicklung der Polyetherabformmasse Impregum Penta gelungen, zumindest nach den
vorliegenden Untersuchungen ist kein Anhaltspunkt erkennbar, dass es sich zu seinem Nachteil entwickelt hat. Erste klinische
Überprüfungen, die in der Zwischenzeit durchgeführt wurden, aber nicht Bestandteil dieser Arbeit waren, zeigen ein positives Verhalten.
Die Abformungen waren leichter aus dem Patientenmund zu entfernen, außerdem gaben die Patienten eine Verbesserung des
Geschmacks an. Weitere klinische Bewährungen bleiben abzuwarten.


Die Daten sind durchaus vergleichbar mit denen herkömmlicher Polyether. Die bekannten Eigenschaften hinsichtlich der Desinfizierbarkeit
(Desinfektion über 24 Stunden), d.h. Neigung zur Quellung, die durch die hohe Hydrophilie des Polyethers entstehen, wirken sich aber auf
der anderen Seite durchaus positiv aus (Abformung im feuchten Milieu) und sind erhalten geblieben.