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Lokale Applikation von Paclitaxel mit dem Schneider-Doppelballon nach experimenteller Stentimplantation an den Koronararterien des Schweines

Rasool Al-Ghobainy, Abdul


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Paclitaxel , Schneider-Doppelballon , Stentimplantation , Koronararterie , Schwein
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinische Universitätsklinik und Poliklinik Tübingen,eingereicht über die Klinik für Wiederkäuer und Schweine(Innere Medizin und Chirurgie
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 08.05.2001
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 29.06.2001
Kurzfassung auf Deutsch: In der obengenannten Arbeit wurde die lokale Applikation von Paclitaxel mittels eines Doppelballon-Katheter in einem experimentellen
koronaren Tiermodell auf ihre Durchführbarkeit, Sicherheit und Wirksamkeit im Hinblick auf eine klinische Anwendung untersucht. Als
Versuchstiere dienten Hausschweine, bei denen vor einer koronaren Stentimplantation eine lokale Applikation der antiproliferativen
Substanz Paclitaxel durchgeführt wurde.

Methode: Die Tiere erhielten 10 ml (10 mmol/l) einer molaren Paclitaxel-Lösung mit 1 bar Injektionsdruck lokal durch den
Doppelballon-Katheter über 5 min appliziert. Die Kontrollgruppe erhielt ausschließlich eine Stentimplantation. Die Gefäße wurden 28 Tage
nach der Intervention entnommen und in Paraffin eingebettet. An den Präparaten wurden zusätzlich zu den histologischen
Standardfärbungen eine immunhistochemische Alpha-Actin-Färbung zum Nachweis von glatten Gefäßmuskelzellen durchgeführt. Die
Schnitte wurden einer ausführlichen histopathologischen und histomorphometrischen Auswertung zugeführt.

Resultat: Die Auswertung der histomorphometrischen Ergebnisse zeigte keine signifikanten Unterschiede zwischen der Paclitaxelgruppe
und der Kontrollgruppe im Hinblick auf Neointimadicke (Kontrollgruppe : 0,74 ± 0,25 mm, Paclitaxelgruppe: 0,94 ± 0,50 mm, p = 0,513),
Stenosegrad (Kontrollgruppe: 46,90 ±17,01 %, Paclitaxelgruppe: 65,99 ± 21,82 %, p = 0,203) und Lumenfläche (Kontrollgruppe: 2,52 ±
0,88 mm2 , Paclitaxelgruppe: 2,55 ± 1,40 mm2 , p = 0,301). Bei der Neointimafläche und der Mediafläche der Versuchstiere zeigte sich
sogar eine signifikante Zunahme gegenüber der Kontrollgruppe. Neointimafläche (Kontrollgruppe: 0,57 ± 0,11 mm , Paclitaxelgruppe: 1,55
± 0,91 mm , P= 0,042), Mediafläche (Kontrollgruppe: 1,61 ± 0,37 mm2, Paclitaxelgruppe: 3,33 ± 2,31 mm2, p = 0,003).
Schlussfolgerung: Die lokale Eingabe von Paclitaxel war nicht in der Lage, die von dem Stent ausgehenden ausgeprägten proliferativen
Reaktionen zu unterbinden.