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Untersuchungen zur Knochenstruktur an Hohlschaft-Hüftendoprothesen

Bäthis, Holger


pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.678 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Hohlschaft-Hüftendoprothesen , Knochenstruktur
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Orthopädie und Physikalische Medizin, Orthopädische Klinik
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.11.2000
Erstellungsjahr: 2000
Publikationsdatum: 03.01.2001
Kurzfassung auf Deutsch: Zielsetzung:

Die dauerhafte Verankerung von Hüftendoprothesen ist nicht gelöst. Durch die Entwicklung einer Hohlschaftprothese, in die bei der
Implantation Knochen eingebracht wird, soll eine verbesserte Integration der Prothese in das Implantatlager erreicht werden. Ziel der
vorliegenden Untersuchung war, Aussagen über die Gewebestruktur im Hohlraum des Prothesenschaftes nach mehrjähriger Implantation
beim Menschen zu erlangen.



Material und Methode:

Sieben Prothesenschäfte des Hohlschaftprothesensystems SHEP, die bei Wechseloperationen nach einer Implantationsdauer zwischen
11 und 38 Monaten entnommen wurden, konnten histologisch und histomorphometrisch an unentkalkten Dünnschliffpräparaten untersucht
werden.



Ergebnisse:

Während sich strukturiertes und vitales Knochengewebe vorwiegend im poximalen Abschnitt des Prothesenhohlraums fand, war
Knochengewebe im distalen Bereich seltener nachweisbar. Signifikante Unterschiede ergaben sich vor allem in Abhängigkeit von der
Dauer der Implantation. Die Strukturierung des Knochens im Prothesenhohlraum ist in besonderem Maße von der Ausbildung knöcherner
Brücken und damit von einer Verbindung zum äußeren Implantatlager abhängig.



Diskussion:

Es konnte durch die vorliegende Untersuchung nachgewiesen werden, daß es nicht zu einer generellen Resorption des Knochens im
Hohlschaft kommt und im proximalen Prothesenabschnitt Verbindungen zum Implantatlager durch strukturierte Knochenbrücken entstehen.
Welche Bedeutung die beschriebenen Vorgänge für eine dauerhafte Verankerung von Prothesen haben, kann nicht abschließend
beantwortet werden.