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Der Wert der Magnetresonanzarthrographie und Computerarthrographie bei Erkrankungen des Schultergelenkes : Eine pathoanatomische Präparatestudie und klinische Studie

Schwab, Jörg Otto


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Magnetresonanzarthrographie , Computerarthrographie , Schultergelenk
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Radiologie, Abteilung Diagnostische Radiologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.08.2000
Erstellungsjahr: 2000
Publikationsdatum: 13.12.2000
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund:
In wie weit die Magnetresonanzarthrographie (MRT-Arthro) bei der Diagnose und Therapieplanung von Verletzungen des Schultergelenkes
der bisher üblichen Computerarthrographie (CT-Arthro) überlegen ist, wurde bisher noch nicht vor dem Hintergrund einer
pathoanatomischen Vorabprüfung für nützliche Sequenzen der MRT untersucht.


Methodik:

32 Schultergelenkpräparate wurden mit verschiedenen Sequenzen in der MRT zur Evaluierung der optimalen Darstellung der einzelnen
Gelenkstrukturen untersucht. Die hieraus gewonnen Erkenntnisse wurden in einer klinischen Studie an 38 Patienten angewandt: unter dem
Verdacht eine komplexen Schultererkrankung wurden zuerst eine konventionelle Arthrographie und eine CT-Arthro mit Instillation eines
Gemisches von CT- und MRT- tauglichem Kontrastmittel durchgeführt. Im Anschluß wurde derselbe Patient mit der MRT untersucht. Alle 38
Patienten wurden konsekutiv arthroskopiert, respektive einer Arthrotomie unterzogen. Die intraoperativ erhobenen Befunde dienten als
Referenz.

Die statistische Analyse wurde mit dem Vierfeldertest für verbunden Stichproben nach McNemar und dem Vorzeichenrangtest
durchgeführt.


Ergebnisse:

Bezüglich der Gelenkstrukturen in der Präparatestudie fanden sich bei der Darstellung der Knorpelkontur, dem Kontrast zwischen
Gelenkflüssigkeit und Knorpel und des vorderen Kapselansatzes signifikant bessere Ergebnisse für die arthrographischen Sequenzen
(p<0,02). Beim Patientenkollektiv fand sich bei Rupturen im vorderen Labrum in der CT-Arthro eine Gesamtgenauigkeit von 89%
gegenüber 92% in der MR-Arthro (p=ns). Für Rupturen der Rotatorenmanschette fand sich ein Trend zur besseren Darstellung in der
MR-Arthro (p=0,625).


Zusammenfassung:

Die MR-Arthro des Schultergelenkes ist bzgl. der Diagnose von Erankungen des vorderen Labrums der CT-Arthro ebenbürtig und zeigt
eine tendentiell bessere Darstellung bei Rupturen der Rotatorenmanschette.
Unserer Ansicht nach sollte daher die MR-Arthrographie bei komplexen Erkrankungen des Schultergelenkes, bei denen der knöcherne
Anteil und die Weichteilführung verletzt sein können, eingesetzt werden.