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URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2000/279/


Orale perioperative Infektionsprophylaxe mit dem Gyrasehemmer Ofloxacin bei Kataraktoperationen

Erencin, Antje Kathrin


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Infektionsprophylaxe , Ofloxacin , Kataraktoperation
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Augenheilkunde
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 06.07.2000
Erstellungsjahr: 2000
Publikationsdatum: 24.10.2000
Kurzfassung auf Deutsch: Zur perioperativen Infektionsprophylaxe in der Ophthalmochirurgie werden in vielen Fällen topisch, subkonjunktival oder parentral applizierbare
Antibiotika -meist Aminoglykoside oder Cephalosporine- verwendet. In der hier durchgeführten Studie wurde geprüft, ob mit dem Gyrasehemmer
Ofloxacin bei oraler Verabreichung eine ausreichende perioperative Infektionsprophylaxe bei Kataraktoperationen möglich ist.


Dazu erhielten 43 Patienten 1,7 bis 7,3 Stunden präoperativ eine orale Einmaldosis von 400mg Ofloxacin (2 Tabl. Tarivid®). Bezogen auf das
Körpergewicht entsprach dies einem Dosisbereich von 4 bis 8 mg/kg. Die Konzentrationen des Ofloxacins und des bisher zu perioperativen
Infektionsprophylaxe verwendeten Cefotaxims wurden mit einer selbst erarbeiteten Hochdruckflüssigkeit-Chromatographie-Methode sowohl im
Kammerwasser als auch im Plasma bestimmt. Die Kammerwasserkonzentrationen des Ofloxacins betrugen 0,99 ± 0,44 mg/L ( ±SEM). Ein
signifikanter Einfluß des Körpergewichtes auf die gemessenen Konzentrationen war nicht nachweisbar. Die Ofloxacinkonzentrationen im
Kammerwasser lagen 1 bis 7 Stunden nach der oralen Applikation in einem vergleichbaren Bereich.


Die erzielten Kammerwasserkonzentrationen stimmen mit den bisher publizierten Daten überein. Sie versprechen eine ausreichende antibakterielle
Wirkung gegen die wichtigsten grampositiven und gramnegativen Erreger der postoperativen Endophthalmitis. Die orale Einmalgabe von 400 mg
Ofloxacin wäre somit eine einfache, wirkungsvolle und kostengünstige perioperative Infektionsprophylaxe in der Ophthalmochirurgie.