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Der Ceruletid-Test zur Diagnostik von Lebererkrankungen im Blutserum von Katzen

Jacob, Ines


pdf-Format: Dokument 1.pdf (469 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Ceruletid-Test , Diagnostik , Lebererkrankungen , Blutserum , Katzen
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinische und Gerichtliche Veterinärklinik I , Professur für Innere Krankheiten der Kleintiere
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.08.2000
Erstellungsjahr: 2000
Publikationsdatum: 22.09.2000
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel der vorliegenden Arbeit war die Etablierung des, für den Hund von RUFER und GRÜNBAUM (1997) entwickelten, Ceruletid-Tests zur
Überprüfung der Leberfunktion bei Katzen.


Experimentell wurde der Ceruletid-Test bei 9 gesunden Katzen mit Blutprobenentnahmen vor sowie 10, 20, 30, 40 und 50 Minuten nach
Ceruletid-Stimulation (0,3 µg/kg KM, i.m.) durchgeführt. Die gleichzeitige Injektion von 0,5 mg/kg KM 2%igem Lidocain verhinderte lokale
Reizerscheiningen. Die Gallensäurenkonzentrationen zeigten in den geometrischen Mittelwerten einen tendenziellen Anstieg über die Zeit mit einem
Maximum nach 40 Minuten. Der Referenzbereich für Gallensäurenkonzentrationen nüchterner Tiere umfaßt < 15,0 µmol/l (0-wert) bis < 35,0 µmol/l
40 minuten nach stimulation mit ceruletid.


In der klinischen Anwendung wurde der Ceruletid-Test bei 43 Katzen mit nachgewiesenen Lebererkrankungen neben klinischen,
labordiagnostischen, physikalischen und invasiven Untersuchungen durchgeführt. Die Sensitivität für die Bestimmung der Basalwerte betrug 62,8%,
für die Stimulationswerte jedoch nur 51,2%. Die Vorteile des Ceruletid-Tests wiegen die geringe Aussagekraft der Stimulationswerte gegenüber der
alleinigen Nüchternwertbestimmung nicht auf. Der Ceruletid-Test ist nach den Erkenntnissen der vorliegenden Untersuchung der alleinigen
Bestimmung basaler Gallensäurenkonzentrationen nicht überlegen. Nebenwirkungen während oder nach der Applikation von Ceruletid wurden
weder bei den gesunden, noch bei den kranken Katzen beobachtet.


Die höchste Sensitivität für die Diagnostik von Hepatopathien zeigte das Enzym ALT mit 67,4%. Als Parameter der Leberfunktion liegt die
Empfindlichkeit der Bilirubinbestimmung mit 63,4% geringgradig über der Ermittlung der Nüchterngallensäurenkonzentration von 62,8%. Dieser folgt
die Sensitivität der Gallensäurenkonzentration im Blutserum nach Stimulation mit Ceruletid von 51,2%.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of the following study was to investigate the use of the ceruletid test, for the detection of hepatobiliary diseases in cats.


Nine healthy cats received a single IM injection of ceruletid (0.3 µg/kg body weight). To prevent local irritation, 2% solution of lidocaine (0.5 mg/kg
body weight) was injected simultaneously. Blood was collected before and 10, 20, 30, 40 and 50 minutes after administration of ceruletid and
lidocaine. Serum bile acid concentration was established by enzymatic measurement using MerckotestÒ (Merck) with the autoanalyser Cobas
Mira-S (Hofmann La Roche). The geometric means of serum bile acid concentrations increased slightly over the time with a maximum after 40
minutes. The reference range of serum bile acid concentrations of fasting cats is <15 µmol/l and < 35 µmol/l 40 minutes after stimulation with
ceruletid.


The ceruletid test was used in 43 cats with proved hepatopathy besides other clinical examinations. The sensitivity for detection of fasting serum
bile acids reached 62.8%, but was only 51.2 % after 40 minutes following stimulation with ceruletid. The advantages of the ceruletid test are less
important in comparison to the low post-stimulation sensitivity. In conclusion, based on the results obtained in the present study, the diagnostic
efficacy of the determination of fasting serum bile acids is better in cats than that of the ceruletid test. Side effects after administration of ceruletid
and lidocaine were recognized neither in healthy cats nor in patients with hepatopathy.


The enzyme ALT showed the highest sensitivity for the diagnosis of a hepatopathy with 67.4%. The sensitivity of bilirubin as a parameter of liver
function (63.4%) was slightly higher than the detection of fasting serum bile acids (62.8%). The concentration of serum bile acids after
ceruletid-stimulation showed the next lowest sensitivity (51.2%).