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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-2619
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2000/261/


Erarbeitung eines Gefahrenidentifizierungs- und Bewertungskonzeptes in der Weinwirtschaft nach Paragraph 4 der Lebensmittelhygieneverordnung : dargestellt am Fallbeispiel des Weingutes der Forschungsanstalt Geisenheim

Freund, Maximilian


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Weinwirtschaft , Lebensmittelhygieneverordnung
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Ernährungswissenschaft, Professur Ernährungs-und Lebensmittelwissenschaft in Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Kellerwirtschaft des Instituts für Weinbau und Rebenzüchtung der Forschungsanstalt
Fachgebiet: Haushalts- und Ernährungswissenschaften - Ökotrophologie
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.06.2000
Erstellungsjahr: 2000
Publikationsdatum: 01.09.2000
Kurzfassung auf Deutsch: Mit der am 5. Februar 1998 in Kraft getretenen 'Änderung der Weinverordnung' wird die Verordnung über Lebensmittelhygiene (LMHV) und damit die
Europäische Richtlinie 93/43/EWG über Lebensmittelhygiene in deutsches Weinrecht umgesetzt. Mit dem Verweis des § 14 der Weinverordnung auf die §§ 3
und 4 der Verordnung über Lebensmittelhygiene (LMHV) sind nunmehr die wichtigsten Elemente dieser Rechtsvorschriften in die Weinwirtschaft integriert
worden.

Während im § 3 der LMHV die allgemeinen Hygieneanforderungen an Betriebsstätten, Räume, Vorrichtungen und Geräte in den Betriebsstätten, an
Gegenstände und Ausrüstungen sowie an den Umgang mit Lebensmitteln und an das Personal konkretisiert werden, fordert § 4 die Einführung eines
Gefahrenidentifizierungs- und -bewertungskonzepts für lebensmittelerzeugende Betriebe. Durch dieses Eigenkontrollkonzept soll eine Systematisierung und
Konkretisierung der betrieblichen Eigenkontrollen durch vorgegebene Grundsätze, die dem international anerkannten HACCP-System entsprechen, erfolgen.
Unabhängig dieser rechtlichen Entwicklung, vorwiegend durch ein immer größeres Sicherheitsbewußtsein der Verbraucher motiviert, wurde von Seiten des
Lebensmittelgroß- und -einzelhandels die Forderung an größere Weinhandelskellereien und Winzergenossenschaften herangetragen, ein dokumentiertes
Managementsystem nach der Normenreihe DIN EN ISO 9000 einzuführen und dieses mit einem Gefahrenidentifizierungs- und -bewertungskonzept nach
HACCP-Vorbild zu ergänzen. Dadurch soll Unternehmenstransparenz geschaffen und Produktqualität sowie -sicherheit im Sinne der Produkthaftung
gewährleistet werden.

Die vorliegende Arbeit zeigt auf, wie die Umsetzung der in § 4 der Verordnung über Lebensmittelhygiene formulierten Grundsätze eines
Gefahrenidentifizierungs- und -bewertungskonzeptes in der Weinwirtschaft gestaltet werden kann.
Hauptziel war die Erarbeitung einer systematischen, prozeßorientierten Analysemethode, die die Methodik vorhandener und erfolgreicher Konzepte wie z.B.
HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Point) und FMEA (Fehlermöglichkeits- und -einflußanalyse) nutzt, diese aber im Bereich der Bewertung und
damit der Entscheidungsfindung versucht zu objektivieren.

Dazu war es notwendig die lebensmittel- und weinrechtlichen Rahmenbedingungen zu erörtern, einige Grundelemente des prozeßorientierten präventiven
Managements und bereits vorhandener Analysekonzepte zu erläutern, um darauf aufbauend ein Modell eines Gefahrenidentifizierungs- und
-bewertungskonzeptes für weinbereitende Unternehmen erarbeiten zu können. Da sich vorwiegend an § 4 der Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV)
orientiert wurde, erschien es auch von Wichtigkeit, Grundsätzliches über die gute Hygienepraxis in der Weinbranche zu formulieren.
Um die erarbeitete Strategie zu überprüfen, erfolgte eine Gefahrenanalyse mit Bewertung am Fallbeispiel des Weingutes der Forschungsanstalt Geisenheim