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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-2420
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2000/242/


Prospektive Longitudinalstudie zum Einfluß der Chemotherapie-induzierten Alopezie auf das Selbstkonzept und das Körperbild bei Frauen mit gynäkologischen Malignomen

Manthey, Nicole Alexandra


pdf-Format: Dokument 1.pdf (205 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Alopezie , Malignomen , Frauen
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Abteilung Gynäkologische Onkologie und Strahlentherapie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.04.2000
Erstellungsjahr: 2000
Publikationsdatum: 26.06.2000
Kurzfassung auf Deutsch: Die Behandlung maligner Tumoren mit Chemotherapeutika ist seit jeher durch verschiedene starke Nebenwirkungen belastet. Die
Alopezie gilt mit der Übelkeit und dem Erbrechen zusammen als unangenehmste Nebenwirkung.
In einer prospektiven Longitudinalstudie wurde bei 29 Patientinnen mit Ovarial- oder Mammakarzinom der Einfluß der
Chemotherapie-induzierten Alopezie auf das Selbstkonzept und Körperkonzept anhand von Frankfurter Selbstkonzeptskalen (FSKN) und
Frankfurter Körperkonzeptskalen (FSAP) gemessen. Die Befragungen fanden zu folgenden Zeitpunkten statt: vor Beginn der
Chemotherapie (Haare waren noch vorhanden), nach dem zweiten Zyklus Chemotherapie (Haare waren bereits ausgefallen), sowie ein
halbes Jahr nach Beendigung der Chemotherapie (Haare waren wieder nachgewachsen).
Es zeigten sich signifikante, kontinuierlich abfallende Daten in folgenden Skalen: Skala zur allgemeinen Problembewältigung, Skala zur
allgemeinen Selbstwertschätzung, Skala zur Gesundheit und zum körperlichen Befinden, Skala zum Körperkontakt, Skala zur körperlichen
Effizienz.

Die in der Literatur, aber nie durch Studien gesicherte Annahme einer Besserung des Körperimages nach Beendigung der
Chemotherapie konnte nicht bestätigt werden. Im Gegenteil, es zeigte sich auch nach Beendigung der Chemotherapie und bereits wieder
nachgewachsenen Haaren eine weitere Verschlechterung der Werte und nicht ein Wiederanstieg.