Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Hinweis zum Urheberrecht

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-2187
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2000/218/


Effects of diabaticity on fusion of heavy nuclei in the dinuclear model

Diaz Torres, Alexis


pdf-Format: Dokument 1.pdf (5.585 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Theoretische Physik
Fachgebiet: Physik
DDC-Sachgruppe: Physik
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 03.03.2000
Erstellungsjahr: 2000
Publikationsdatum: 07.03.2000
Kurzfassung auf Deutsch: Der Fusionsprozeß schwerer Kerne wird unter Verwendung des Zweizentren-Schalenmodells (TCSM für Two-Center Shell Model) untersucht. Zuerst
werden diabatische Potentiale als Funktion geometrischer Parameter und des sogenannten Neckparameters im Rahmen des TCSM für verschiedene
symmetrische und asymmetrische Systeme berechnet. Zur Berechnung der Energieniveaus wird die Methode der maximalen Symmetrie angewandt. Die
diabatischen Potentiale behinden die Bewegung der Kerne zu geringeren relativen Abständen und das Anwachsen des Necks. Sie ähneln den im dinuklearen
Fusionsmodell verwendeten Kern-Kern- Potentialen. Die Abhängigkeit des diabatischen Potentials von Temperatur und Massenasymmetrie wird diskutiert.
Die Isotopen-Abhängigkeit des im TCSM berechneten Potentials wird für verschiedene schwere dinukleare Systeme (DNS für Dinuclear System) untersucht.
Ein DNS wird aus zwei sich berührenden Kernen im Minimum des Kern-Kern-Potentials gebildet, wobei die individuellen Eigenschaften der beteiligten Kerne
erhalten bleiben. Des weiteren wird das Potential des DNS als Funktion der Massenasymmetrie mit anderen mikroskopischen und phänomenologischen
Potentialen verglichen.


Massenparameter für die Variablen eines DNS und eines stark deformierten vereinigten Kerns werden mikroskopisch unter Verwendung der Breite der
Einteilchen-Zustände bestimmt. Für die Beschreibung der Relativbewegung der Kerne und die Ausbildung des Necks zwischen den Kernen werden die
Massenparameter mit Basis-Zuständen des adiabatischen und diabatischen TCSM berechnet. Die mikroskopischen Massenparameter erweisen sich größer als
die nach dem hydrodynamischen Modell erhaltenen Parameter und verursachen eine starke Behinderung für das Verschmelzen des DNS entlang der
Kernverbindungsachse. Das bedeutet, daß das DNS eine lange Zeit lebt, die mit der Reaktionszeit für eine Fusion durch Nukleonen-Transfer vergleichbar ist.
Konsequenzen dieses Effekts für den gesamten Fusionsprozeß werden diskutiert.


Der zeitabhängige Übergang zwischen einem diabatischen Wechselwirkungspotential im Eingangskanal und einem adiabatischen Potential während des
Fusionsprozesses wird im Rahmen des TCSM untersucht. Es wird eine große Behinderung für die Bewegung zu geringeren Kernabständen von fast
symmetrischen DNS gefunden. Der Vergleich der berechneten Energieschwellen für die vollständige Fusion in verschiedenen relevanten kollektiven
Koordinaten zeigt, daß das DNS vorzugsweise in der Massenasymmetrie-Koordinate durch Nukleonen-Transfer zum vereinigten Kern verschmilzt.


Der Prozeß der Quasi-Spaltung des DNS wird durch die Lösung einer Transport-Mastergleichung für den Austausch von Nukleonen zwischen den Teilen des
DNS behandelt, die auch den Zerfallsprozeß des DNS entlang der Kernverbindungsachse berücksichtigt. Die Quasi-Spaltung-Produkte von Fusionsreaktionen
werden korrekt beschrieben und stimmen mit den experimentellen Daten überein. Es wird gezeigt, daß der Prozeß der Quasi-Spaltung einer der
entscheidenden Faktoren ist, der die vollständige Fusion schwerer Kerne behindert.