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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-929
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/1999/92/


Verwendung des Fernröntgenseitenbildes des Kopfes und des Orthopantomogramms zur metrischen Analyse des Schädels in der Kieferorthopädie

Al Borney, Majed


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Abt. Kieferorthopädie
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 23.11.1999
Erstellungsjahr: 1999
Publikationsdatum: 26.11.1999
Kurzfassung auf Deutsch: 1. Ziel

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, anhand metrischer Auswertungen von Fernröntgenseitenbildern (FRS) und Orthopantomogrammen (OPG) folgende
Fragen zu beantworten.

1.1. Sind gemessene dentoalveoläre und skelettale Parameter vergleichbar?

1.2. Spiegeln sich Wachstums- und Behandlungsveränderungen analog in beiden Aufnahmen wider?


2. Material

Das Material bestand aus 30 Patienten (15 weiblichen und 15 männlichen) der Abteilung für Kieferorthopädie. Von jedem Patienten lagen jeweils zwei FRS
und zwei OPG vor.

Das Durchschnittsalter der Patienten zum Zeitpunkt der ersten Untersuchung lag bei 10,9 Jahren und zum Zeitpunkt der zweiten Untersuchung bei 13,4 Jahren.


3. Methode

Zur Auswertung der Röntgenbilder wurde die an der Abteilung für Kieferorthopädie verwendete FRS Analyse modifiziert, so daß skelettale, alveoläre und
dentale Variablen vergleichbar an OPG und FRS gemessen werden konnten.


4. Ergebnisse

4.1 Die Mittelwertdifferenz der skelettalen und dentoalveolären Parameter zwischen OPG und FRS

Die am OPG gemessenen Parameter wiesen höhere Werte auf als die analogen FRS-Parameter. Die Ausnahme sind der Gonionwinkel (ML/RL), der
Kieferbasiswinkel (ML/NL), der anteriore Höhe der Maxilla (AHMx) und der Abstand (isa-NL).


4.2. Zusammenhänge zwischen den Parametern an OPG und FRS

Der Vergleich der an OPG und FRS gemessenen Werte ergab moderate bis hohe (r=0,35-0,90) in den meisten Fällen signifikante Zusammenhänge für
skelettale, alveoläre, dentale Variablen.


4.3. Mittelwertdifferenz der Wachstums- und Behandlungsveränderungen

Die Auswertung der Wachstums- und Behandlungsveränderungen zeigte mit Ausnahme der anterioren Gesichtshöhe AGH zwanur geringe
Mittelwertdifferenzen zwischen OPG und FRS, jedoch war die Streuung sehr groß.


4.4 Zusammenhänge zwischen den Wachstums- und Behandlungsveränderungen an OPG und FRS
Zusammenhänge zwischen den Wachstums- und Behandlungsveränderungen an OPG und FRS zeigten schwache bis moderate, in den meisten Fällen nicht
signifikante Zusammenhänge. Die anteriore Gesichtshöhe mit einem Korrelationskoeffizient ( r = 0,43 ***) und der Kieferbasiswinkel (ML/NL; r = 0,35 **)
wiesen dabei die größten Zusammenhänge auf.

Insgesamt scheint jedoch kein Zusammenhang zwischen den an OPG und FRS gemessenen Wachstums- und Behandlungsveränderungen vorzuliegen.


5. Schlußfolgerung

Das OPG ist für eine metrische Analyse vertikaler skelettaler, alveolärer und dentaler Parameter nicht geeignet. Und daher nicht in der Lage das FRS in der
kieferorthopädischen Wachstumsänderungsdiagnostik zur ersetzen.