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Wem gehört die Evolution? Zur Frage der Nutzung genetischen Materials

Uhl, Matthias


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Philosophie und Grundlagen der Wissenschaft
Fachgebiet 1: Geschichts- und Kulturwissenschaften fachübergreifend
Fachgebiet 2: Zentrum für Philosophie
DDC-Sachgruppe: Philosophie
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.07.1999
Erstellungsjahr: 1999
Publikationsdatum: 18.11.1999
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Arbeit stellt eine Analyse der Diskussion um Genpatente dar. Der zentrale und vor allen Dingen strittige Punkt der untersuchten
Auseinandersetzung ist eine Frage der praktischen Ethik: Soll es Patente auf gentechnologische Entwicklungen geben und, wenn ja, in welchem Ausmaß? Ziel
dieser philosophisch ausgerichteten Auseinandersetzung mit dem Thema Patente und Gentechnologie ist eine Klärung der verwendeten Begriffe und Argumente.


Inhaltliches Vorgehen: Im ersten Teil ('Das Problem') werden die Informationen geliefert, die den bestehenden Konflikt um eine Patentierung von Gen- und
Biotechmaterial nachvollziehbar machen. Der zweite Teil ('Die Rahmenbedingungen') stellt die Grundlagen der bestehenden Auseinandersetzung dar. Diese
lassen sich in drei Teilbereiche gliedern: den biologischen, den wissenschaftlich-ökonomischen und den kulturhistorisch-rechtlichen. Der dritte Teil der Arbeit
('Analyse der Diskussion') unternimmt eine eingehende Untersuchung der Auseinandersetzung um das Für und Wider von Patenten im Bereich der
Gentechnologie. Der vierte Teil ('An Stelle einer Konklusion') zieht ein Resümee der Untersuchung. Zentral ist hierbei die Frage, ob es eine Möglichkeit gibt,
die analysierte Diskussion in einer konstruktiveren Weise zu führen. Eine kurze Betrachtung widmet sich den gesellschaftlich-ökonomischen Perspektiven der
Patente für Gentechnologie und zeigt mögliche zukünftige Szenarien auf. Den Abschluß bilden Erwägungen zur Frage, welche Konsequenzen für das Selbstbild
des modernen Menschen möglicherweise aus der Entwicklung der Gentechnologie resultieren werden.


In dieser Arbeit werden vier Thesen zu der untersuchten Auseinandersetzung um Patente für gentechnologische Entwicklungen vertreten:


These Nr. 1: Der Begriff des Patentes wird in der Gentechnologiediskussion in unterschiedlicher Weise und mit unterschiedlichem Bedeutungsumfang
verwendet.


These Nr. 2: Es finden sich zwei verschiedene Auffassungen darüber, welcher Stellenwert der Ethik innerhalb der Diskussion zukommt.


These Nr. 3: Das Finden einer einvernehmlichen Lösung in der Auseinandersetzung um Patente für die Gentechnologie wird dadurch erschwert, daß es nicht
nur unterschiedliche Meinungen sind, die aufeinandertreffen, sondern - zumindest teilweise - verschiedene Weltanschauungen.


These Nr. 4: Viele Argumente in der Diskussion um Patente für gentechnologische Entwicklungen weisen bei eingehender Analyse Schwächen auf:
Inkonsistenzen, rhetorische Überladungen oder Kategorienfehler.