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Vergleichende Untersuchung histopathologischer Befunde von kolorektalen Karzinomen verschiedener Kliniken hinsichtlich operativer und therapeutischer QualitÀtskriterien

Wischnewski, Meike


Originalveröffentlichung: (2013) Giessen : VVB Laufersweiler
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (3.443 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-91903
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2013/9190/

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Universität Justus-Liebig-UniversitĂ€t Gießen
Institut: Institut fĂŒr Pathologie und Zytologie; ÜGP, Überregionale Gemeinschaftspraxis Gießen/Limburg/Wetzlar
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5983-5
Sprache: Deutsch
Tag der mĂŒndlichen PrĂŒfung: 04.12.2012
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 13.02.2013
Kurzfassung auf Deutsch: In einer retrospektiven Erhebungsstudie wurden im Zeitraum vom 01.06.2006 bis 30.10.2009 insgesamt 1349 operativ behandelte kolorektale Karzinome anhand der Pathologiebefunde hinsichtlich bestimmter QualitÀtsparameter der Diagnostik und Therapie untersucht. Die Auswertung der Daten erfolgte sowohl in Bezug auf das jeweilige Behandlungsvolumen als auch auf die Organisationsstruktur (Darmzentrum der dt. Krebsgesellschaft vs. Nicht-Darmzentrum) der behandelnden Kliniken.
Bei gleichen Verteilungen bezĂŒglich der lokalen Tumorausbreitung, der Tumorzelldifferenzierungsgrade und des Patientenalters in den untersuchten Kliniken zeigte die Auswertung der Indikatoren der chirurgischen QualitĂ€t ( Anteil der R0-Resektionen und MERCURY-Klassifikation) keine eindeutigen Hinweise auf einen Unterschied zwischen den verschiedenen Kliniken. Jedoch wiesen Einrichtungen mit einer höheren Fallzahl minimal höhere Werte bei Markern des allgemeinen Ausmaßes der durchgefĂŒhrten Resektionen (mediane ResektionsabstĂ€nde und Ausmaß des mitresezierten perikolischen/-rektalen Fettgewebes) auf. Die Rate der intraoperativen Tumoreröffnungen lag mit 2,79% in kleineren Kliniken deutlich ĂŒber den Werten der grĂ¶ĂŸeren Einrichtungen. Neoadjuvante Radio-Chemotherapien wurden hĂ€ufiger in Institutionen mit hohem Behandlungsvolumen durchgefĂŒhrt. Eine der teilnehmenden Kliniken wies die Zertifizierung als Darmzentrum nach den Richtlinien der dt. Krebsgesellschaft auf und fiel vor allem durch eine ausfĂŒhrlichere pathologische Diagnostik (einhergehend mit einer hohen Anzahl untersuchter Lymphknoten und einer niedrigen Lymphknotenratio) als auch durch eine hohe Rate an durchgefĂŒhrten HNPCC-Diagnostiken auf.
Zusammenfassend lĂ€sst sich feststellen, dass nur geringe Unterschiede zwischen den untersuchten Gruppen hinsichtlich der QualitĂ€t bestehen. Die von der deutschen Krebsgesellschaft gestellten Anforderungen an Darmzentren werden weitgehend erfĂŒllt.
Kurzfassung auf Englisch: In a retrospective acquisition study 1349 cases of surgically treated colorectal carcinoma were assessed in regard to certain quality parameters of diagnostics and therapy. Data interpretation was carried out both in relation to treatment volume and structure of organisation (“Center for colorectal cancer” of the German Cancer Society or Non-Bowelcentre) of the examined hospital.
Distribution of the depth of tumour cell penetration, grades of differentiation and patient age were equal in all examined clinics. Interpretation of indicators for surgical quality as proportion of R0-resections or MERCURY-classification also showed no clear indication for a different distribution. However institutions with a higher volume had a slightly higher extent of the resection (median distances to the resection margin and extent of the removed pericolic/-rectal tissue) in general. The rate of intraoperative tumour cell dissemination was with 2.79% in smaller hospitals higher than in bigger institutions. Neoadjuvant radio-chemotherapy was found more often in high-volume hospitals. One of the examined institutions had a certification as a “Center for colorectal cancer” of the German Cancer Society and stood out by more detailed pathologic diagnostics (accompanied by a high number of examined lymph nodes and a low lymph node ratio) and a high frequency of HNPCC-testings.
Altogether it can be noted that there are only small differences between the examined groups. The requirements set to a “Center for colorectal cancer” by the German Cancer Society are largely fulfilled.
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