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Children´s influence on the family decision-making process in food buying and consumption : an empirical study of children‟s influence in Jakarta-Indonesia

Einfluss von Kindern auf die familiäre Entscheidungsfindung hinsichtlich des Nahrungsmitteleinkaufs- und Verbrauchsprozesses

Suwandinata, Hanny


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-85891
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2012/8589/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Ernährungsverhalten , Konsumverhalten , Familie , Kinder , Entscheidungsfindung
Freie Schlagwörter (Englisch): Nutrition behaviour , consumer behaviour , family , children , decision-making
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Ernährungswissenschaft
Fachgebiet: Haushalts- und Ernährungswissenschaften - Ökotrophologie
DDC-Sachgruppe: Haushaltswissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.01.2012
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 24.01.2012
Kurzfassung auf Englisch: Aim – The aim of the study is to analyze the behavior of children in Jakarta, Indonesia from different socioeconomic statuses (SES) and socio-demographic statuses (SDS) in terms of their participation and influence in family decision-making process during food buying and consumption. Furthermore, the perception and behavior of the parents and children will be compared to see whether children overestimate their influence or whether parents underestimate their children´s influence on the family decision making process or not.
Method - The study is based on a mixed-method of empirical design, combining quantitative and qualitative techniques. The quantitative part includes standardized questionnaires, and the qualitative part utilizes an ethnographic study in terms of direct observation and semi-structured interviewing. Questionnaires were completed by 300 participants (150 children aged 6 to 9 years and 150 parents aged 20 to more than 50 years). 17 families participated in the qualitative part of the study.
Findings - The results signify that the majority of parents and children think that children can or have influence on the family decision-making process. Parents think that their children can influence them, but they perceive their children only as the influencer, means that the parents often decide for them. On the other hand, children describe themselves as the co-decision maker, means that the decision is 50% decided by parents and 50% decided by children. In this case, children overestimate their own influence, while parents underestimate children´s influence. The family SES and SDS play a role in determining the children´s influence in the family, especially age and gender of the children. Nevertheless, household income, education background, occupation of the parents, parenthood, family size, and language ability of the children have modest effects on determining the children’s influence and responsibility in the family.
Conclusion - Daily routines made up an important factor in how food activities were practiced and how participation in and influence on food activities were distributed among family members. Children´s participation in and influence on the family food were bound by the opportunities and constraints of their familial practices and their individual preferences. In all families, mothers are in charge of organizing food buying and the consumption process. Children participate in and help with decision-making regarding ideas, general food choices for meals, and decisions that are more practical. Parents are still the major influence on the food choices of their children.

Kurzfassung auf Deutsch: Die Zielsetzung dieser Studie: Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Untersuchung des Verhaltens und der Einstellungen von Kindern aus Jakarta mit unterschiedlichem sozioökonomischen Status (SES) und soziodemografischen Status (SDS) bezüglich ihrer Teilnahme und ihrem Einfluss auf die familiäre Entscheidungsfindung hinsichtlich des Nahrungsmitteleinkaufs- und Verbrauchsprozesses. Außerdem werden die Wahrnehmung und das Verhalten der Eltern und Kinder hinsichtlich des familiären Entscheidungsfindungsprozesses verglichen und analysiert. Methodenwahl und Erhebungsinstrument: Um den Einfluss der Kinder bezüglich ihrer Teilnahme während der Planung des Nahrungsmitteleinkaufs- und Verbrauchsprozesses zu bewerten, wurde eine Kombination von zwei Forschungsmethoden (mixed-method) angewandt. Im ersten Schritt wurde eine quantitative Erhebung mittels eines Fragebogens in drei Grundschulen durchgeführt, die 150 Kinder und 150 Eltern einbezog. Dann wurde eine qualitative ethnographische Studie von 17 aus dem quantitativen Sample ausgewählteten Familien durch direkte Beobachtung und halb strukturierte Interviews ergänzt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Eltern und Kinder aussagen, dass Kinder ihre Eltern im familiären Entscheidungsfindungsprozess beeinflussen. Die Kinder betrachten sich selbst als Mitentscheider (Verteilung der Entscheidungsmacht: 50% Eltern / 50% Kinder), das bedeutet, dass sie sich als Partner ihrer Eltern in Bezug auf das, was gekauft und was gegessen wird, wahrnehmen. Andererseits äußert die Mehrheit der Eltern, dass Kinder die familiären Nahrungsmitteleinkaufs- und Verbrauchsprozesse beeinflussen. Die Annahme, dass Kinder ihren Einfluss und ihre Rolle in der Familie überschätzen, die Eltern hingegen den Einfluss ihrer Kinder unterschätzen, bestätigt sich demnach. Sozioökonomische und demografische Faktoren der Familie spielen eine Rolle in der Bestimmung des Einflusses der Kinder auf familiäre Entscheidungsfindungsprozesse bezüglich des Nahrungsmitteleinkaufs. Alter und Geschlecht der Kinder haben einen größeren Einfluss als z.B. der Bildungsstand der Eltern. Je älter die Kinder sind, desto mehr Einfluss haben sie auf die Essensplanung. Mädchen übernehmen häufiger die Verantwortung für den familiären Nahrungsmitteleinkauf. Andere sozioökonomische und demografische Faktoren wie Einkommen, Ausbildung, Elternschaft, Sprachfähigkeit der Kinder, die Größe der Familie oder die Anzahl der Kinder zeigen einen geringen Zusammenhang zum Einfluss der Kinder in familiären Entscheidungsfindungsprozessen. Weiterhin zeigen die Ergebnisse dieser Studie, dass es keine positive Korrelation zwischen dem Beruf der Mutter und dem Einfluss der Kinder in der Familie gibt.
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