Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Effekte sozialer Ausgrenzung auf die endokrine Stressreaktion

Effects of social rejection on endocrine stress reaction

Maroof, Patrick Benjamin


Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (441 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-85884
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2012/8588/


Freie Schlagwörter (Deutsch): Stress , soziale Ausgrenzung , Cortisol
Freie Schlagwörter (Englisch): stress , social rejection , hydrocortisone
Universität Justus-Liebig-Universit√§t Gie√üen
Institut: Institut f√ľr Medizinische Psychologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der m√ľndlichen Pr√ľfung: 18.12.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 07.03.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Mangelnde soziale Unterst√ľtzung sowie soziale Ausgrenzung sind mit einer Reihe psychischer und k√∂rperlicher Erkrankungen assoziiert. Frauen scheinen diesbez√ľglich eine erh√∂hte Vulnerabilit√§t aufzuweisen. Der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse vermag in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle zuzukommen. Die vorliegende Studie erfasst die Effekte einer vorangegangenen sozialen Ausgrenzung (Cyberball) auf die endokrine Stressantwort (Speichelcortisol) sowie die subjektive Befindlichkeit in Folge auf einen akuten Stressor. Probanden waren 34 weibliche und 33 m√§nnliche Studierende, die randomisiert auf drei Untersuchungsgruppen aufgeteilt wurden (explizite Ausgrenzung, Ausgrenzung aufgrund einer technischen Panne, normale Einbindung). Unmittelbar nach dem Spiel bekamen die Probanden die Aufgabe, eine √∂ffentliche Rede vor einer Videokamera zu halten (Stressor). Soziale Ausgrenzung f√ľhrt nicht zu einer Beeinflussung der subjektiven Befindlichkeit in Folge auf den Stressor, w√§hrend sich hinsichtlich des Speichelcortisols signifikante Bedingung x Geschlecht sowie Bedingung x Geschlecht x Zeit-Interaktionen zeigen. Sozial ausgegrenzte Frauen weisen eine deutlich abgeschw√§chte Cortisolsekretion nach der Rede vor der Videokamera auf, w√§hrend bei den sozial ausgegrenzten M√§nnern die Cortisolreaktion im Mittelfeld liegt. Eine vorangegangene soziale Ausgrenzung f√ľhrt bei Frauen zu einer unterdr√ľckten Cortisolreaktion auf Stress, bei M√§nnern hingegen nicht. Dieser Befund k√∂nnte eine Rolle spielen hinsichtlich der erh√∂hten Vulnerabilit√§t gegen√ľber sozialen Stressoren und den damit assoziierten Gesundheitsst√∂rungen, welche bei Frauen beobachtet werden.
Kurzfassung auf Englisch: Lack of social support and social exclusion are associated with adverse effects for mental and physical health. Additionally, women appear to be more vulnerable to social triggers of health disturbances. The hypothalamus-pituitary-adrenocortical-axis (HPA-axis) might play a key role in this context as it has been shown both to relate to psychosocial conditions and health outcomes and to respond differentially depending on gender. Here we examine the effects of a social exclusion pre-experience (operationalized via Cyberball) on psychological and cortisol responses to a public speaking stressor. Subjects (33m, 34f) were randomly assigned to social exclusion (SE) or one of two control conditions (exclusion attributed to technical default (TD) and social inclusion (SI)). Afterwards salivary cortisol and psychological responses to a public speaking paradigm were assessed. Exclusion pre-treatment does not affect psychological responses to public speaking stress though with respect to cortisol significant Cyberball by gender and Cyberball by gender by time interactions are found. SE-women show a blunted cortisol stress response to public speaking while cortisol responses of SE-men fall between SI-men and TD-men. Pre-experience of social exclusion leads to a blunted cortisol response to stress in women but not in men. This factor might contribute to the higher vulnerability to social triggers of health disturbances observed in women.
Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen ohne Print on Demand