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Standortbedingungen und Standortperspektiven der Wirtschaftsregion Lahn-Dill

Liefner, Ingo ; Hennemann, Stefan


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-84233
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8423/


Universität Justus-Liebig-UniversitĂ€t Gießen
Institut: Professur fĂŒr Wirtschaftsgeographie
Fachgebiet: Geographie
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft (VWL)
Dokumentart: ResearchPaper
Zeitschrift, Serie: Studien zur Wirtschaftsgeographie ; 2011 - 01
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 03.11.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Das vorliegende Gutachten hat die Wirtschaftsstruktur und Perspektiven des Kammerbezirks Lahn-Dill analysiert. Die Grundlage bilden – neben sekundĂ€rstatistischen Auswertungen – die Aussagen der Unternehmen des Kammerbezirks, die in einer reprĂ€sentativen Umfrage erfasst wurden.

Der Kammerbezirk ist durch kleine und mittelgroße Unternehmen geprĂ€gt, die metallverarbeitende Industrie spielt eine große Rolle, einige Unternehmen sind WeltmarktfĂŒhrer. Der Kammerbezirk wird stark vom demographischen Wandel beeinflusst werden. Bestehende Initiativen zur Verbesserung der Qualifikation von Berufseinsteigern können frĂŒhzeitig entgegen wirken.

Ein wesentliches Merkmal des Kammerbezirks ist dessen kleinrĂ€umige HeterogenitĂ€t. Es bestehen erhebliche Potenzialunterschiede zwischen den sĂŒdlichen und den nördlichen Gemeinden des Kammerbezirks. So zeichnet sich der SĂŒden durch eine gute infrastrukturelle Anbindung an den Großraum Frankfurt aus, gleichbedeutend mit einem Zugang zu internationalen GeschĂ€ftspartnern und Netzwerken. Die nördlichen Teile des Kammerbezirks sind wesentlich schlechter angebunden.

Diese Ausgangslage lĂ€sst sich positiv ummĂŒnzen. Der Kammerbezirk Lahn-Dill liegt am nördlichen, grĂŒnen Rand der Metropolregion Frankfurt, nah genug, um dessen Vorteile zu nutzen, und fern genug, um gĂŒnstigere FlĂ€chenverfĂŒgbarkeit und angenehmere Lebensbedingungen zu bieten. Dieses regionale Kapital wird von den befragten Unternehmen bestĂ€tigt, es bildet den Kern der relativen StĂ€rken der Region: Der Flughafen Frankfurt lĂ€sst sich aus dem SĂŒden des Kammerbezirks in kurzer Zeit erreichen, Bodenpreise, Sicherheit, Sauberkeit und NaturnĂ€he sind gleichzeitig vorbildlich.

Die befragten Unternehmen haben in insgesamt 17 Feldern regionalen Handlungsbedarf identifiziert, von der Anbindung an Breitband-Internet bis hin zu E-Government in der Verwaltung. Wir gehen davon aus, dass die hier vorgelegten Analysen die regionale Diskussion um Maßnahmen zur Förderung der regionalen Wirtschaft befruchten können.
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