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Vergleich der Verschlussmöglichkeiten fetoskopisch erzeugter Amnionmembrandefekte mit dezellularisierter humaner Amnionmembran und Kollagen

Rieder, Susanne


Originalveröffentlichung: (2009) Giessen : VVB Laufersweiler
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.216 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-69458
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2009/6945/

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Universität Justus-Liebig-Universit√§t Gie√üen
Institut: Klinik f√ľr Kleintiere - Chirurgie
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5444-1
Sprache: Deutsch
Tag der m√ľndlichen Pr√ľfung: 04.03.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 15.04.2009
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Studie wurde die Effektivit√§t extrazellul√§rer Matrizes bei ihrer Verwendung zum Verschluss von fetoskopisch erzeugten Amniondefekten getestet. Verglichen wurde humane dezellularisierte Amnionmembran mit handels√ľblicher Kollagenmatrix.

Acht tr√§chtige Kaninchen mit insgesamt 74 Amnions√§cken wurden am 23. Tr√§chtigkeitstag einer Laparotomie und anschlie√üenden Fetoskopie unterzogen. Die mit dem Endoskop gesetzten Amnionmembrandefekte wurden den beiden Verschlussmethoden dezellularisierte humaner Amnionmembran (DAM, n=10) und Kollagenpfropf (K, n= 10) sowie den positiven (kein Verschluss, n=7) und negativen (keine Punktion, n= 31) Kontrollgruppen zugeteilt. Die Matrix wurde in beiden Studiengruppen in den Defekt eingebracht und zus√§tzlich mit Fibrinkleber prim√§rfixiert. Das Myometrium wurde anschlie√üend vern√§ht und die Laparatomiewunde verschlossen. Am 30. Tr√§chtigkeitstag erfolgte die Euthanasie der Tiere und in einer zweiten Laparatomie die Feststellung der Amnonintegrit√§t, des Vorhandenseins von Amnionfl√ľssigkeit, das √úberleben der Feten sowie die Messung deren K√∂rper-, Herz- und Lungengewicht. Die sich daraus ergebenden Quotienten wurden verglichen. Die Amnionmembranen wurden entnommen und einer histologischen Untersuchung unterzogen.

Die DAM- Gruppe zeigte eine Amnionintegrit√§t von 75%, die Kollagengruppe von 71,4% und damit keinen signifikanten Unterschied zu den √ľbrigen Gruppen. Bei der positiven Kontrollgruppe wurde eine Amnionintegrit√§t von 25% festgestellt, bei der negativen Kontrollgruppe waren 95,5% der Membranen intakt. Die Entwicklung des fetalen K√∂rpergewichts sowie der fetalen Lungen und Herzgewichte ergaben keine signifikanten Unterschiede zwischen der negativen Kontrollgruppe und den Versuchsgruppen mit rupturierten oder intakten Membranen.

Beide Matrizes erwiesen sich als geeignete Materialen f√ľr einen effektiven Verschluss fetoskopisch verursachter Amniondefekte. Die dezellularsierte humane Amnionmembran (DAM) erwies sich als einfacher anwendbar bez√ľglich der intraoperativen Handhabung.

Es werden weitere Studien an Tieren mit l√§ngerer Gestationsdauer n√∂tig sein um die Tauglichkeit der Membran √ľber einen l√§ngeren Zeitraum zu beurteilen und um zu sehen, ob bei einem l√§ngeren Verbleiben der Membran Amnionzellen in die Matrix einwandern.
Kurzfassung auf Englisch: Closure of fetoskopic created iatrogenic defects in fetal membranes with decellularised human amnion plug in a rabbit model


In our study we compared the effciency of two extracellular matrices, which were used to seal fetal membrane defects after fetoscopy in the midgestational rabbit model. We used human decellularized amniotic membrane and a commercial collagen matrix.

Eight pregnant rabbits with a total of 74 amnion sacs were used. Amniondefects were created at midgestational day 23 by fetoscopy after laparatomy. The defects were closed either with human decellularized amniotic membrane (DAM, n=10) or a collagen plug (K, n=10), 7 sacs were left open after fetoscopy as positive control group, 31 sacs were left untreated as negative control group. In both groups the matrix was pluged in the membrane defect and fixed with fibrin glue and the myometrium was closed by suturing. In the following relaparotomy at gestational day 30, integrity of amnion membrane, presence of amniotic fluid, survival rates, fetal bodyweight, fetal weight of heart and lung were assessed and the treated fetal membranes were collected for histological examination.

In 75% of cases treated with human decellularized amniotic membrane and in 71,4% of cases treated with collagen plug membrane integrity was found. In the negative control group 95% were intact, in the positive control group 25%. The development of fetal bodyweight, weight of heart and lung und the resulting quotients were not significantly different between the groups.

Both methods were found as surgically practical and effective methods to close fetoscopic defects in fetal membranes. The surgical handling of human decellularized amniotic membrane was easier than the handling of collagen plug.

Further studies with animals with longer time of gestation will show if there is an efficiency of human decellularised amniotic membrane over a longer period.
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