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Laser-Doppler-Flowmetrie bei Osteoporose : Eine Untersuchung der Durchblutung des distalen Radius im √úbergangsbereich von Periost zu Knochen mit Hilfe der Laser-Doppler-Flowmetrie zur Erfassung funktioneller Parameter der Mikrozirkulation

Stracke, Siegbert


Originalveröffentlichung: (2007) Giessen : VVB Laufersweiler 2007
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.545 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-52632
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2008/5263/

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Universität Justus-Liebig-Universit√§t Gie√üen
Institut: Abt. f√ľr Rheumatologie, Klinische Immunologie, Physikalische Medizin und Osteologie, Lehrstuhl f√ľr Innere Medizin mit Schwerpunkt Rheumatologie, Kerkhoff-Klinik, Bad Nauheim
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5227-0
Sprache: Deutsch
Tag der m√ľndlichen Pr√ľfung: 28.11.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 15.01.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Die Mechanismen, welche in die adaptativen Umbauvorg√§nge des Knochens verwickelt sind und eine entsprechende Bedeutung f√ľr das Remodeling des Skelettes haben, sind noch nicht endg√ľltig verstanden. Die Mikrozirkulation des Knochens scheint hierbei aber eine wichtige Rolle zu spielen. Weiterhin spielt sie eine wesentliche Rolle im Knochenstoffwechsel sowie der Heilung des Knochens (Gross TS 1999, Judex S 1997). Selbstverst√§ndlich transportiert die Mikrozirkulation N√§hrstoffe zum Knochen und entfernt unerw√ľnschte Produkte des Knochenstoffwechsels (Bray RC 1995). Bisherige Methoden, die Durchblutung in Periost und Knochen zu erfassen, sind allerdings sehr zeitaufwendig und erfordern eine invasive Messung und somit die Gewebszerst√∂rung. Unterschiedliche Techniken wie die Bestimmung der radioaktiven Clearance (Lausten GS 1993) oder die Verwendung von Mikrosph√§ren (Ferrell WR 1990, Gross TS 1999) k√∂nnen zur Absch√§tzung des Blutflusses im Knochen herangezogen werden. Diese Verfahren erfordern jedoch die Gewebszerst√∂rung und sind f√ľr ein dynamisches Monitoring nicht geeignet. Ziel der vorliegenden Arbeit ist der nicht invasive Vergleich der Mikrozirkulation im Bereich des √úbergangs von Knochen zu Periost am distalen Radius bei Osteoporosepatienten und Patienten ohne Nachweis einer Knochenstoffwechselst√∂rung. Bei elf Probanden und 110 Patienten wurde die Mikrozirkulation im Knochen-Periost-Bereich des distalen Radius mittels Laser-Doppler-Fluxmetrie gemessen. Eine weitere Analyse der gemessenen Signale erfolgte mit Hilfe der Fast-Fourier-Transformation, sowie deren Aufl√∂sung √ľber die Zeit. Als Vasomotion werden spontan oder autonom induzierte √Ąnderungen der Kontraktion glatter Muskulatur, vornehmlich kleiner arterieller Gef√§√üe, bezeichnet. In den vorliegenden Messungen lie√üen sich als Vasomotionsmuster zum einen die Herzfrequenz, zum anderen die arteriol√§re Vasomotion sowie venol√§re, respiratorisch bedingte Druckschwankungen nachweisen. Bez√ľglich der mittleren Durchblutung konnte man im Vergleich von Gesunden und Osteoporose-Patienten keine Unterschiede feststellen. Demgegen√ľber wies das Integral der Fouriertransformierten bei Osteoporosepatienten niedrigere Werte auf. Eine weitere Analyse erfolgte gem√§√ü dem Hagen-Poiseuilleschen Gesetz, wobei jedoch weder eine Auswirkung des H√§matokrits noch eine Auswirkung des Blutdrucks auf die erfassten Parameter nachgewiesen werden konnte. Ebenso ergab sich in den vorliegenden Untersuchungen kein Anhalt f√ľr eine Abh√§ngigkeit der erfassten Signale von klinischen oder laborchemischen Parametern. Insgesamt lassen die vorliegenden Ergebnisse jedoch vermuten, dass die Mikrozirkulation im Bereich des √úbergangs von Periost zu Knochen bei Osteoporosepatienten gest√∂rt ist. Dies k√∂nnte eine Folge der Osteoporose sein, da die gest√∂rte Mikroarchitektur des Knochens auch gest√∂rte Knochenumbauprozesse zur Folge hat. Die Rekrutierung, Differenzierung und Aktivierung der einzelnen Knochenzellpopulationen werden √ľber Hormone und Zytokine gesteuert, welche wiederum √ľber das Gef√§√üsystem zu den Zellen transportiert werden m√ľssen. Das dichte Gef√§√ünetzwerk des Periosts versogt die kortikalen Anteile im wesentlichen √ľber Kapillaren. Weiterf√ľhrende Untersuchungen sollten mit Hilfe des Laser-Doppler perfusion imaging durchgef√ľhrt werden, da hier viel besser als mittels der Laser-Doppler Flowmetrie eine r√§umliche Aufl√∂sung der Mikrozirkulation dargestellt werden kann. Smits et al. zeigten, dass jedoch auch mit dem Verfahren der LDF regionale Unterschiede in der Durchblutung √ľber mehrere Einzelmessungen in dem interessierenden Gebiet erhalten werden k√∂nnen (Smits GJ 1986). R√ľckblickend ist festzustellen, dass sich die Beantwortung der Fragestellung als viel schwieriger wie eingangs erwartet herausgestellt hat. Durch die oben mehrfach erw√§hnten Grenzen der Messmethode war eine Interpretation erst durch eine mathematische Aufarbeitung der Signale m√∂glich. Eine weitergehende Interpretation der Ergebnisse insbesondere des Integrals der Fouriertransformierten ist ohne zus√§tzliche invasive Messungen zur √úberpr√ľfung der Werte nicht m√∂glich. Hier lie√üe sich n√§mlich zeigen, wie weit ein gemessener Wert vom tats√§chlichen Wert abweicht. Dieser Parameter konnte jedoch nicht √ľberpr√ľft werden, da zum einen Vergleichswerte f√ľr die Messungen der einzelnen Patienten fehlen und die ausgegebenen Werte relativen Einheiten entsprechen, die nur zueinander in Beziehung gesetzt werden k√∂nnen. Die Beantwortung dieser Fragen ist weiteren Arbeiten vorbehalten und war auch nicht Ziel dieser Pilotstudie.
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