Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Step across the border : neue musikalische Trends - neue massenmediale Kontexte ; vom 31. Mai bis 2. Juni in Oldenburg

Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): R├Âsing, Helmut
Arbeitskreis Studium Popul├Ąrer Musik


Originalveröffentlichung: (1996) Karben: CODA-Musikservice


Thomas M├╝nch: Medienderegulierung und musikalische Vielfalt. Das Beispiel Radio.
Michael Christianen: The State of Independents. The Evolution of the Independent Music Sector in the Netherlands.
Bj├Ârn Teske: Musik in interaktiven Medien. Theorie und Praxis.
Wolfgang Hagen: Silencetechno. John Cage und das Radio.
Peter Niklas Wilson: Aufbr├╝che im Abseits. Medientechnologie und musikalische Kreativit├Ąt - ein Ensemble der Widerspr├╝che
Helmut R├Âsing: Digitale Medien und Musik. Dritte Revolution oder Fortf├╝hrung des Elektrifizierungsprozesses?.
Wolfgang Martin Stroh: Zur psychoanalytischen Theorie der Weltmusik.
Heinz Steinert: Musikalischer Exotismus nach innen und au├čen. ├ťber die kulturindustrielle Aneignung des Fremden.
Hans-Peter Rodenberg: Dirty Dancing - Kult f├╝r die Massen? Vom Tanzfilm zum Musikvideo.
Ute Bechdolf: De- und Rekonstruktionen von Geschlecht beim Musikfernsehen. Eine Fallstudie.
Winfried Pape / Kai Thomsen: Zur Problematik der Analyse von Videoclips.

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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-51692
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2008/5169/


Universität Justus-Liebig-Universit├Ąt Gie├čen
Fachgebiet: Musikwissenschaft / Musikp├Ądagogik
DDC-Sachgruppe: Musik
Dokumentart: Buch (Monographie)
Zeitschrift, Serie: Beitr├Ąge zur Popularmusikforschung ; 19/20
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1996
Publikationsdatum: 07.01.2008
Kurzfassung auf Deutsch: In seiner "Einleitung in die Musiksoziologie" geht Theodor W. Adorno
unter anderem der Frage nach, inwieweit Produktivkr├Ąfte
(Musiker, Komponisten) und Produktionsverh├Ąltnisse (Musikinstrumente,
Medien der Musikvermittlung) einander bedingen bzw.
beeinflussen. Die gegenw├Ąrtige, durch st├Ąndige technische
Neuerungen gekennzeichnete Welt der Medien (Aspekt der Musikvermittlung),
die inzwischen selbstverst├Ąndlich gewordene Nutzung
des Proze├črechners als Musikinstrument und Komponiermaschine
(Aspekt der Komposition und Produktion von Musik) sowie
die Schaffung von neuen Bed├╝rfnissen beim H├Âren und Sehen
von Musik (Rezeptionsaspekt) k├Ânnen als Exempel auf Adornos
Feststellung dieser wechselseitigen Abh├Ąngigkeit verstanden
werden, Es d├╝rfte unumstritten sein, da├č die neuen technischen
Medien keineswegs als neutrale Mittler fungieren, sondern nachhaltig
ver├Ąndernd in die musikalische Welt eingreifen, Welcher Art
diese Ver├Ąnderungen sind und welche Konsequenzen sich daraus
f├╝r den Kreislauf von Musikproduktion, -distribution und -rezeption
ergeben, war Thema der ASPM-Jahrestagung, die vom 31. Mai bis
2. Juni 1996 an der Carl von Ossietzky-Universit├Ąt Oldenburg
stattfand,
Da├č die Tagung ├╝berhaupt realisiert werden konnte, verdankt
ASPM der intensiven inhaltlichen und organisatorischen Arbeit von
Fred Ritzel und Thomas M├╝nch im Fachbereich Kommunikation/
├ästhetik an der Universit├Ąt Oldenburg, dar├╝ber hinaus dem gl├╝cklichen
Umstand, da├č die Stiftung Niedersachsen und die Fritz Thyssen
Stiftung auf gro├čz├╝gige Weise die erforderlichen Geldmittel bereitstellten.
Die Referate, Diskussionen und Gespr├Ąche kreisten um
drei einander erg├Ąnzende Themenschwerpunkte: "Musikalische
Aufbr├╝che", "Globale Dorfmusik" und "Visualisierte Popmusik". Diese
Aufteilung wurde in der vorliegenden Doppelnummer der
"Beitr├Ąge" beibehalten.
Leider nicht in die Tagungspublikation aufgenommen werden
konnten die abschlie├čende Podiumsdiskussion, die in Anlehnung
an den utopischen Roman "Brave New World" von Aldous Huxley
den Titel "Sch├Âne Neue Musikwelt?" trug (mit besonderer Betonung
auf dem Zweifel anmeldenden Fragezeichen) und die Diskussion
mit Frank Schulte zu seinem "Switchbox"-Projekt, das am
Abend zuvor als Konzert zur Tagung dargeboten worden war und
von Michael R├╝senberg (Tagungsbericht f├╝r die Frankfurter Rundschau
vom 12.6,96) folgenderma├čen beschrieben wurde:
"Acht Musiker verteilen sich im abgedunkelten Raum, eine
H├Ąlfte bedient konventionelle Instrumente, die andere Speichermedien
wie Sampler oder Schallplatten. Wer von Schulte
ein Lichtzeichen erh├Ąlt, f├Ądelt sich ein in den unvorhersehbaren
Strom der Improvisation, die anderen pausieren oder -
wenn der Mitteilungsdrang zu gro├č wird signalisieren ├╝ber eine
eigene Taschenlampe die Absicht, wieder einzusteigen. (,,,)
Der Zuh├Ârer taucht in polyphones Welttheater ein. Und er ahnt,
da├č es lediglich eine Frage der Kosten ist, bis optische und
akustische Zeichen nicht mehr nur einen Konzertraum durcheilen,
sondern per Datenleitung aus aller Welt eintreffen".
Mag sein, da├č es m├╝├čig ist, so explizit hinzuweisen auf das, was
dieser Band nicht enth├Ąlt, nicht enthalten kann, was jedoch f├╝r
den gesamten Tagungsverlauf (und f├╝r die Tagungsatmosph├Ąre)
von nachhaltiger Bedeutung war. Vielleicht aber auch bekommen
die einzelnen Artikel vor dem Hintergrund dieser hier nur mitgeteilten,
nicht aber in der Form von Diskussionsprotokollen u,├Ą.
dokumentierten Geschehnisse eine noch gr├Â├čere Tiefensch├Ąrfe,
und zwar gem├Ą├č der Einsicht, da├č direkte interpersonelle und situationsgebundene
Kommunikation generell etwas anderes ist als
deren Vermittlung - gleichg├╝ltig, um welches Medium der Vermittlung
es sich auch handeln mag.
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