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Justus Liebig und der Hunger - Backpulver – „Eine neue Methode der Brodbereitung“

Stahl, Hans-Jürgen ; Judel, Günther Klaus


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-25291
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2005/2529/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Liebig-Museum
Fachgebiet: Universität, Pressestelle
DDC-Sachgruppe: Haushaltswissenschaften
Dokumentart: Aufsatz
Zeitschrift, Serie: Spiegel der Forschung 22 (2005) Nr. 1/2 ; S. 38-43
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 05.12.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Das weiß doch jedes Kind: „Wer will guten Kuchen backen, der muss haben sieben Sachen“ –
gelbfärbenden Safran inklusive. Backpulver aber braucht er nicht. Noch nicht. Denn als das Kinderlied
entstand – seine Melodie zumindest reicht tonal bis ins Mittelalter zurück –, war die
chemische Teiglockerung noch gar nicht erfunden. Heute ist Backpulver längst eine Allerweltszutat.
Es fehlt in keiner Küche und in keiner Backstube. Kaum ein feiner Rührkuchen kommt
aus dem Ofen, dem nicht eine Mischung aus doppeltkohlensaurem Natron und einem Säuerungsmittel
zu lockerer Konsistenz verholfen hätte. Justus von Liebig hatte allerdings weder
Rührmassen noch feine Spezereien im Sinn, als er die Erfindung des Backpulvers vorantrieb.
Ihm, dem Begründer und Wegbereiter der Organischen Chemie, lag etwas ganz anderes am
Herzen: die Bekämpfung des Hungers. Er sorgte sich im schlichten Wortsinn um das tägliche
Brot, das vielen seiner Zeitgenossen bitterlich fehlte.
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