Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Die Erwärmung bodennaher Luftschichten in Zentralasien : Zur Problematik der Bestimmung von Trends und Langzeitkorrelationen

Mossig, Ivo ; Rybski, Diego


Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (254 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-23933
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2005/2393/


Universität Justus-Liebig-Universit√§t Gie√üen
Institut: Institut f√ľr Geographie; Institut f√ľr Theoretische Physik III
Fachgebiet: Zentrum f√ľr internationale Entwicklungs- und Umweltforschung
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Dokumentart: ResearchPaper
Zeitschrift, Serie: Discussion papers / Zentrum f√ľr Internationale Entwicklungs- und Umweltforschung ; 26
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 19.09.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Mit der Bestimmung des Trendwertes bez√ľglich der Klimaerw√§rmung in Zentralasien in der j√ľngeren Vergangenheit anhand herk√∂mmlicher Verfahren der Zeitreihenanalyse (gleitende Mittelwerte, Regressionsanalysen) sind zwei zentrale Probleme verbunden:
Das erste Problem betrifft die Festlegung des Anfangs- und Endzeitpunktes der Regressionsanalyse. Es wurde gezeigt, dass eine Verschiebung des betrachteten Zeitschnittes um wenige Jahre zu erheblich ver√§nderten Trendwerten f√ľhren kann. Je k√ľrzer der gew√§hlte Zeitschnitt ist und je weniger Messwerte zur Bestimmung einer Regressionsgeraden einbezogen werden, desto st√§rker wird der Trendwert durch extreme Werte an den Anfangs- und Endzeitpunkten beeinflusst. Die Wahl des betrachteten Zeitschnittes hat daher sachlogisch begr√ľndet zu sein, z.B. anhand des Beginns einer ver√§nderten Gletscherschmelze oder ver√§nderter Abflussmengen der Fl√ľsse mit Gletscherspeisung. Zus√§tzlich sollten die Trendwerte f√ľr benachbarte Anfangs- und Endzeitpunkte berechnet werden, um extreme Ergebnisse durch ung√ľnstig gew√§hlte Zeitpunkte zu identifizieren.
Zweitens tritt das Problem der Langzeitkorrelationen innerhalb der Zeitreihen auf. Die einzelnen Messwerte der betrachteten Temperaturzeitreihen sind demnach nicht unabh√§ngig voneinander, sondern werden noch von weit zur√ľck reichenden Werten beeinflusst. Erhebliche Abweichungen vom langfristigen Mittelwert k√∂nnen dadurch entstehen und leicht als Trend fehlinterpretiert werden. Die Korrelationsstruktur innerhalb einer Zeitreihe ist daher bei einer Trendbestimmung unbedingt zu beachten.
Lizenz: Lizenz-Logo  Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerziell, Keine Bearbeitung