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Windenergiepotentiale in Mittelhessen

Braun, Paul


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-16633
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2004/1663/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Windenergie , Mittelhessen
Universität Justus-Liebig-UniversitĂ€t Gießen
Institut: Institut fĂŒr Geographie
Fachgebiet: Geographie
DDC-Sachgruppe: Geografie, Reisen
Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 13.08.2004
Kurzfassung auf Deutsch: Windenergie steht als regenerative Energie weltweit zur freien VerfĂŒgung. Dieses Potential wird in Deutschland dynamisch erschlossen. FĂŒr die Ausweisung geeigneter Standorte zur Nutzung von Windenergie sind Windkarten notwendig. Diese erleichtern die Suche nach windhöffigen FlĂ€chen.

Die Region Mittelhessen verfĂŒgt ĂŒber ein beachtliches Windenergiepotential. In der vorliegenden Untersuchung wird dies belegt. Dazu werden Windkarten der Höhen 10m, 50m und 100m ĂŒber Grund herangezogen, die mit dem Modell WEPIM erstellt wurden. Bereits ab einer Nabenhöhe von 50 Metern liegt der grĂ¶ĂŸte Teil Mittelhessens in Bereichen mit mehr als 4 m/sec mittlerer Jahresgeschwindigkeit. Besonders windgĂŒnstig sind die Landkreise Vogelsberg, Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill. Aus den Windkarten werden Leistungskarten fĂŒr die Höhen 50 und 100 Meter ĂŒber Grund entwickelt. Die Leistungsangabe erfolgt in Watt/mÂČ. Sie wird fĂŒr mittlere Windgeschwindigkeiten und weibullverteilte Windgeschwindigkeiten berechnet. Aufgrund der Windleistung weibullverteilter Windgeschwindigkeiten in 50 m Höhe ĂŒber Grund erweisen sich die Landkreise Vogelsberg und Marburg-Biedenkopf als flĂ€chendeckend ökonomisch nutzbar fĂŒr die Energieerzeugung aus Wind.

Zur Ermittlung des Windenergiepotentials in Mittelhessen wird das Modell WEPIM erstellt und fĂŒr das Geographische Informationssystem IDRISI angepaßt. Neben der Höhe ĂŒber NN und der Höhe ĂŒber Grund, verwendet es den HĂŒgeleffekt als wesentliche Treibervariable zur Prognose der Windgeschwindigkeit. Das Modell und seine Entwicklung werden offen dokumentiert, um seine Wiederverwendung zu gewĂ€hrleisten.

Bei der eingesetzten Datenbasis wird weitgehend auf öffentlich zugĂ€ngliche Daten gebaut. Obschon mit dem freien Datensatz GLOBE freie Geodaten fĂŒr die Prognose des Windenergiepotentials verfĂŒgbar sind, wurde das DGM 25 des HLVA benutzt. Dies geschah, um die regionale Bedeutung der Orographie fĂŒr die Windgeschwindigkeit besonders zu gewichten.

TatsĂ€chlich unterliegen die Chancen der Windenergienutzung in Mittelhessen bedeutender politischer Opposition. Das naturwissenschaftlich und ökonomisch sichtbare Geopotential Mittelhessens wird im Bereich Windenergie nicht rational genutzt. Gleichwohl wird auch die Politik erkennen, daß erschöpfbare Energien per Definition zur Neige gehen.
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