Giessener Elektronische Bibliothek

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Untersuchungen zur Ganzkieferabformung von parodontal geschädigten Gebissen

Schubert, Victoria Christina


Originalveröffentlichung: (2021) Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (10.767 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-159347
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2021/15934/


Universität Justus-Liebig-Universit√§t Gie√üen
Institut: Medizinisches Zentrum f√ľr Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Poliklinik f√ľr Zahn√§rztliche Prothetik
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6933-9
Sprache: Deutsch
Tag der m√ľndlichen Pr√ľfung: 16.11.2020
Erstellungsjahr: 2021
Publikationsdatum: 09.03.2021
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel der vorliegenden Studie war es, konventionelle Ganzkieferabformungen von parodontal gesch√§digten Gebissen mit aktuellen digitalen Abformmethoden in Bezug auf die Darstellbarkeit von Interdentalr√§umen vergleichend gegen√ľberzustellen. Um dar√ľber hinaus auch den Einfluss verschiedener Messprinzipien digitaler Abformsysteme zu analysieren, wurden vier Intraoralscanner untersucht: True definition (3M), Primescan (Dentsply Sirona), CS 3600 (Carestream Dental) und Trios 3 (3Shape). Die konventionelle Abformung wurde mit Polyvinylsiloxan als Doppelmischabformung durchgef√ľhrt. Nach der Modellherstellung wurden diese indirekt mit Hilfe des Laborscanners ATOS Core (GOM GmbH) digitalisiert. Die Versuche wurden zun√§chst im Labor am Modell vorgenommen. Anschlie√üend wurde die klinische Anwendung an 33 Probanden untersucht.
Um eine standardisierte Auswertung der Interdentalräume zu gewährleisten, wurden diese zunächst nach dem Papillenindex von NORDLAND und TARNOW111 klassifiziert. Die Auswertung der Interdentalräume (IR) erfolgte mit einer externen Analysesoftware (GOM Inspect). Der prozentual dargestellte Interdentalraum (dIR) im Vergleich zum gesamten Interdentalraum wurde so anhand anatomischer Ebenen ermittelt.
Sowohl in vitro als auch in vivo zeigten die Intraoralscanner eine signifikant höhere prozentuale Darstellung der IRs im Vergleich zur konventionellen Abformung (p< 0,05). Es zeigte sich bei den digitalen Abformungen eine Abhängigkeit der Darstellbarkeit in Bezug auf die Größe des IR. Eine steigende Klasse (I-III) korrelierte mit einer prozentual höheren Darstellung des IR. Grundsätzlich waren die IRs im Frontzahnbereich mit den digitalen Abformmethoden zuverlässiger darzustellen als im Seitenzahnbereich.
Die vorliegende Studie zeigte eine √úberlegenheit der digitalen Abformsysteme bei der Darstellung von Interdentalr√§umen im parodontal gesch√§digten Gebiss im Vergleich zur herk√∂mmlichen konventionellen Abformung. F√ľr den Einsatz zum Monitoring in der unterst√ľtzenden Parodontitistherapie (UPT) w√§re eine Entwicklung einer integrierten Funktion als Teil der Software der Intraoralscanner w√ľnschenswert, um einen schnellen Vergleich der klinischen Situation zu gew√§hrleisten.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of this study was to compare conventional full-arch impressions of periodontally compromised dentitions with current digital impression methods regarding the ability to display interdental areas (IAs). Therefore, four intraoral scanners were investigated to analyze the influence of different measurement principles of digital impression systems: True definition (3M), Primescan (Dentsply Sirona), CS 3600 (Carestream Dental) and Trios 3 (3Shape). The conventional impression was performed with polyvinylsiloxane as a single step putty-wash technique. After model casting, the models were digitalized indirectly with the ATOS Core laboratory scanner (GOM GmbH). First, this study was conducted in a laboratory set-up using a plastic model. Subsequently, the clinical application was examined in 33 patients.
First, the IAs were classified according to the loss of papillary high index to NORD-LAND and TARNOW111, to ensure a standardized evaluation. Secondly, the evaluation of the IAs was performed with an external 3D analysis software (GOM Inspect). The percentage of displayed IA compared to the overall IA was determined, using anatomical levels.
Both in vitro and in vivo, the intraoral scanners represented a significantly higher per-centage of the displayed IAs compared to conventional impressions (p< 0.05). The digital impressions showed a dependence of the presentability in relation to the size of the IA. An increasing class (I-III) correlated with a higher percentage of representation of the IA. Principally, the IAs in the anterior region were represented more reliably with the digital impression methods as in the posterior region.
The present study showed a superiority of the digital impression systems in representation of interdental areas in periodontally compromised dentitions compared to conventional impressions. For the use of monitoring in supportive periodontitis therapy, the development of an integrated function as a part of the software of the intraoral scanner would be desirable to ensure a quick comparison of the clinical situation.
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