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Die buiatrische Ausbildung im internationalen Vergleich, unter Berücksichtigung der zukünftigen Anforderungen in der Rinderpraxis

Kronenberger, Maria


Originalveröffentlichung: (2020) Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (32.184 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-157807
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2021/15780/


Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Wiederkäuer (Innere Medizin und Chirurgie)
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6902-5
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.08.2020
Erstellungsjahr: 2020
Publikationsdatum: 07.01.2021
Kurzfassung auf Deutsch: Um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der tiermedizinischen Ausbildung in verschiedenen Ländern darzulegen und Meinungen zur buiatrischen Ausbildung und zur zukünftigen Rinderpraxis zu sammeln, wurden zunächst 18 persönliche Interviews mit Hochschullehrern an buiatrischen Einrichtungen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, Italien, Großbritannien und den USA geführt. Zusätzlich konnte ein Telefoninterview mit einem Vertreter des deutschen Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte e. V. (bpt) arrangiert werden. Das Hauptziel dieser Arbeit war es, ein Meinungsbild aller beteiligten Berufsgruppen zur tierärztlichen Ausbildung zu erstellen. Dazu erfolgten weiterhin Umfragen unter Landwirten und Rinderpraktikern zur Betriebs- bzw. Pra-xisstruktur, zur tierärztlichen Bestandbetreuung sowie zu den Ersttagskompetenzen. Insgesamt beteiligten sich deutschlandweit 174 in der Rinderpraxis tätige Tierärztinnen und Tierärzte sowie 232 Landwirte an diesen Umfragen.
Übereinstimmend mit den Literaturangaben zeigen diese Ergebnisse, dass eine Anpassung des Veterinärcurriculums längst überfällig ist. Um dem rasch wachsenden Wissenszuwachs sowie dem strukturellen Wandel in der Landwirtschaft und den Erwartungen der Gesellschaft nachzukommen, muss das Tiermedizinstudium spezifischer werden. Eine allseits anerkannte, jedoch in Deutschland noch nicht ausreichend umgesetzte Lösung stellt die Spezialisierung auf ein bestimmtes Gebiet bzw. eine Speziesgruppe bereits während des Studiums dar. Außerdem müssen Tierarztpraxen neuen Absolventen geregelte Arbeitszeiten, Freizeitausgleich und Teilzeitstellen anbieten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Kurzfassung auf Englisch: We interviewed 18 university professors at the buiatric faculties from Germany, Austria, Switzerland, Netherlands, France, Italy, United Kingdom and the USA to point out similarities and disparities of the veterinary curriculum in different countries and to collect opinions towards the buiatric education and the future of the bovine practice. Additionally, we organized a phone interview with the head representative of the German federal association of veterinary practitioners (Bundesverband Praktizieren-der Tierärzte e. V.- bpt). The main goal of this study was to summarize opinions of all parties involved in veterinary education. Furthermore, we questioned dairy farmers and farm animal practitioners about their business organization, herd health care and veterinary first day competences. A total of 174 veterinary practitioners and 232 farmers participated in this survey.
According to the literature and the results of this survey adaptation of the veterinary curriculum seems to be long overdue. To comply the enormous growth in knowledge as well as the structural changes in agriculture and the changed demands of society, the veterinary curriculum has to become more specific. An overall acknowledged, although in Germany not sufficiently implemented solution is tracking, that would mean specialization in one area or species during undergraduate studies. Additionally, veterinary practices must offer today’s graduates regular work schedules, compensatory time off and part time employments in order to stay competitive.
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