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Klinische Studie zur Untersuchung der elastischen Deformation der Mandibula unter Anwendung einer weiterentwickelten Messmethode

Klußmann, Leona


Originalveröffentlichung: (2020) Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (15.239 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-155847
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2020/15584/


Universität Justus-Liebig-Universit√§t Gie√üen
Institut: Medizinisches Zentrum f√ľr Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Poliklinik f√ľr Zahn√§rztliche Prothetik
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6891-2
Sprache: Deutsch
Tag der m√ľndlichen Pr√ľfung: 21.09.2020
Erstellungsjahr: 2020
Publikationsdatum: 16.12.2020
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel der vorliegenden Studie bestand darin, eine elastische Deformation der Mandibula als m√∂glichen Einflussfaktor auf die √úbertragungsgenauigkeit von Ganzkieferabformungen zu untersuchen. Im Gegensatz zu vorherigen Studien wurde daf√ľr eine Messmethode verwendet, die es erm√∂glichte, die Daten aus den Probandenuntersuchungen mit einer unabh√§ngigen und in vitro vermessenen Referenz zu vergleichen. Weiterhin wurde erstmals zur Untersuchung dieser Thematik ein Intraoralscanner verwendet.
Daf√ľr wurden vier Kugeln in definierten Abst√§nden mit Hilfe einer Positionierungsplatte auf die Unterkieferz√§hne von insgesamt 50 Probanden geklebt. Diese Befestigung erfolgte w√§hrend einer maximalen Mund√∂ffnung des Probanden. Nach Entnahme der Positionierungsplatte verblieben die Kugeln auf den Z√§hnen und es wurde eine digitale Abformung mit dem Intraoralscanner TRIOS 3 (3Shape, Kopenhagen, D√§nemark) durchgef√ľhrt. Anschlie√üend wurde der Proband angewiesen eine m√∂glichst geringe Mund√∂ffnung vorzunehmen und es wurde ein zweiter Intraoralscan der Unterkieferz√§hne mit aufgeklebten Kugeln durchgef√ľhrt. Es folgte eine konventionelle Abformung (Impregum Penta Soft Quick, 3M Espe, Seefeld, Deutschland), ebenfalls bei einer minimal m√∂glichen Mund√∂ffnung. Die Kugeln verblieben bei Entnahme in dem Abformmaterial. Die Vermessung der digitalen Modelle und der aus den konventionellen Abformungen hergestellten Gipsmodelle erfolgte auf Grundlage der Kugeln. Es wurden die linearen Distanzen und Winkel zwischen den Kugelmittelpunkten mit den Referenzdaten verglichen.
Die Ergebnisse zeigten keine signifikanten Unterschiede der linearen Distanz- und Winkeländerungen zwischen den digitalisierten Kugeln bei minimaler und maximaler Mundöffnung. Die digitale und die konventionelle Abformung bei einer minimalen Mundöffnung unterschieden sich hingegen in ihren Abstands- und Winkeländerungen signifikant voneinander.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die in der Literatur beschriebene deutliche Breitenänderung der Mandibula während einer maximalen Mundöffnung durch die vorliegende Studie nicht bestätigt werden konnte. Es zeigten sich probandenspezifische Winkeländerungen zwischen den digitalen Abformungen, die Anlass zu weiteren Untersuchungen geben.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of the present study was to investigate the elastic deformation of the mandible as a possible influencing factor of the transfer accuracy of full-arch impressions. In contrast to previous studies, a measuring method to compare subject data with an in vitro measured reference was used. Furthermore, for the first time an intraoral-scanner was applied to investigate this topic.
For this purpose, four metal spheres were fixed in predefined distances on the lower teeth of 50 subjects by using a metal transfer device. This construct was attached during a maximum mouth opening of the subject. After removal of the transfer device the spheres remained on the teeth and a digital impression was taken with the TRIOS 3 intraoral-scanner (3Shape, Copenhagen, Denmark). Afterwards, the subject was instructed to perform the smallest possible mouth opening and a second intraoral-scan of the mandibular teeth was performed with spheres attached. This was followed by a conventional impression (Impregum Penta Soft Quick, 3M Espe, Seefeld, Germany), also with a minimum mouth opening. The spheres remained in the impression material during removal. The measurement of the digital models and the plaster models made from the conventional impressions was based on the spheres. Linear distances and angles between the center points of the spheres were compared with the reference data set.
The results showed no significant differences in linear distance and angular changes between the digitized spheres at minimum and maximum mouth opening. Digital and conventional impressions at a minimum mouth opening showed significant differences regarding both the linear distance and angular measurements.
In summary, the significant change in width of the mandible during maximum mouth opening described in the literature could not be confirmed in this present study. Subject specific angular changes between the digital impressions were found, which give reason for further investigations.
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