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Untersuchung über die Auswirkungen des zunehmenden Grads der Brachyzephalie auf den Gesichtsschädel bei Perserkatzen

Sieslack, Jana


Originalveröffentlichung: (2019) Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (7.815 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-152482
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2020/15248/


Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Kleintiere - Neurochirurgie, Neuroradiologie und klinische Neurologie
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6813-4
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 03.07.2019
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum: 20.10.2020
Kurzfassung auf Deutsch: Unter Brachyzephalie ist im Allgemeinen eine Längenreduktion des Schädels zu verstehen. Die Verkürzung der Fazialregion unterlag in den letzten Jahrzehnten eines progressiven Verlaufs bis hin zu extremen phänotypischen Ausprägungen. Dadurch entstand aus dem traditionellen Typ, der „Doll-Face“ Perserkatze mit noch vorhandener Fazialregion ein moderner extrem kurzgesichtiger Typ, die „Peke-Face“ Perserkatze. Aus der veränderten fazialen Konformation resultieren zahlreiche gesundheitliche Auswirkungen. Ziel dieser Studie war es Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Ausprägungen brachyzephaler Schädelkonformation und den extraorbitalen Anteilen der Bulbi oculi, den Zahnstellungen wie auch den oberen luftführenden Wegen unter Berücksichtigung des Geschlechts, des Alters und der Körpermasse zu ermitteln. Für die Messungen wurden 69 Perserkatzen verschiedener Schädeldimensionen rekrutiert, wobei zehn Europäisch Kurzhaarkatzen (EKH) als Referenzpopulation dienten. Auf Grundlage der Computertomographie wurden für die Messungen dreidimensionale Rekonstruktionen der Schädel erstellt. Die Kraniometrie ergab bei den Perserkatzen im Rassenvergleich mit den EKH einen signifikant höheren fazialen Index, kranialen Index und Schädelindex wie auch einen tendenziell kleineren kraniofazialen Winkel. Diese Ergebnisse stimmten mit den Erkenntnissen aus vorangegangenen kraniometrischen Studien bei Hunden überein. Ebenso konnten Abhängigkeiten der kraniometrischen Indizes untereinander festgestellt werden. Daraus resultiert, dass nicht allein der Gesichtsschädel von Brachyzephalie betroffen ist, sondern der Schädel als Ganzes.
Kurzfassung auf Englisch: In general, brachycephaly is associated with a length reduction of the skull. Over the last decades, the desired shortening of facial skull has lead to accentuated up to extreme phe-notypic appearance. The traditional „Doll-face“ Persian cat with still available facial re-gion developed thereby into the modern extremly flat-faced „Peke-face“ Persian. This facial conformation is accompanied by numerous health problems. The aim of this study was to establish correlations between the different dimensions of the brachycephalic skull and the extraorbital parts of the ocular bulbs, teeth positions, as well as the area of the upper airway, taking into account sex, age and body mass. 69 Persian cats of various skull dimensions were recruited for the measurements and ten European Shorthair were used as reference population. The skulls of the cats were examined by three-dimensional re-constructions created from CT datasets. Craniometric analysis revealed a significantly higher facial index, cranial index, skull index and a rather smaller craniofacial angle in the Persian cats in comparison to the European Shorthair. These results were consistent with findings of previous craniometric studies in dogs. Likewise, dependencies of the cranio-metric indices could be determined among each other. As a consequence, brachycephaly affects the whole skull and not only the facial skull.
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