GEB - Vergleich der Übertragungsgenauigkeiten konventioneller und digitaler Implantatabformungen - Billig, Jan-Wilhelm 
 

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Vergleich der Übertragungsgenauigkeiten konventioneller und digitaler Implantatabformungen

 Billig, Jan-Wilhelm


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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-149403
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2019/14940/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.10.2019
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum: 25.11.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel der vorliegenden Studie bestand darin in vitro die Übertragungsgenauigkeit der Methodik eines Referenzschlüssels sowie der konventionellen und digitalen Implantatabformung im Vergleich zu einem Referenzmodell auf ihre Übertragungsgenauigkeit hin zu untersuchen. Die drei Methoden wurden ebenfalls an drei Patienten in vivo exemplarisch untersucht. Aktuell sind keine Studien bekannt, welche eine Methodik untersuchten, mit der die Übertragungsgenauigkeit verschiedener Abformmethoden im Ganzkieferbereich auf Implantaten bestimmt werden kann.Dazu wurden in der vorliegenden Studie die Implantatpositionen eines Referenzmodells zehn Mal mit einem Referenzschlüssel (Verschlüsselungsmaterial: Impregum Penta, 3M Espe, Seefeld, Deutschland) übertragen. Es wurden zehn Gipsmodelle konventioneller Abformungen angefertigt (Impregum Penta, 3M Espe, Seefeld, Deutschland) sowie jeweils zehn digitale Abformungen mit drei verschiedenen Scanbodies (NT-Trading, Karlsruhe, Deutschland; Kulzer, Hanau, Deutschland; Medentika, Hügelsheim, Deutschland) mit dem TRIOS 3 Intraoralscanner (3Shape, Kopenhagen, Dänemark). Die erhobenen Daten konnten mit denen des Referenzmodells im gleichen Koordinatensystem auf ihre lineare Abweichung hin ausgewertet werden.Unter in vitro Bedingungen zeigte der Referenzschlüssel die höchste Genauigkeit, unterschied sich signifikant zu den anderen Methoden, die konventionelle Abformung unterschied sich signifikant zu den digitalen Abformungen. In vivo zeigten sich hingegen inkongruente Ergebnisse. Dafür könnten die klinischen Einflüsse sowie die unterschiedlichen Auswerteverfahren verantwortlich sein. Aus technischen Gründen mussten die in vivo erhobenen Daten mit einem best fit Algorithmus ausgewertet werden.Schlussfolgernd lässt sich daher feststellen, dass der Referenzschlüssel in vitro Ergebnisse zeigte, welche einen intraoralen Gebrauch rechtfertigen. Die konventionelle Ganzkieferabformung kann im Gegensatz zu der digitalen Abformung klinisch empfohlen werden. Auf Grund der verwendeten Auswertmethode konnten in vivo keine absoluten Aussagen getroffen werden, welche Methode die höchste Übertragungsgenauigkeit bietet. Dafür wäre eine genauere Methode zur Übertragung der intraoralen Patientensituation, als Referenz, wünschenswert.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of the present study was to investigate in vitro a reference key as a method to assess the transfer accuracy of conventional and digital implant impressions initially. The accuracy of the three methods was also tested in three patients. Currently to our knowledge there are no studies comparing the transfer accuracy of the conventional and digital full arch implant impression.
The implant position of a reference model was transferred ten times with the reference key (encode material: Impregum penta, 3M Espe, Seefeld, Germany). Furthermore, ten gypsum casts of conventional impressions (Impregum penta, 3M Espe, Seefeld, Germany) and ten digital impressions with three different Scanbodies (NT-Trading, Karlsruhe, Germany; Kulzer, Hanau, Germany; Medentika, Hügelsheim, Germany) with the TRI- OS 3 intraoral-scanner (3Shape, Copenhagen, Denmark). The investigated implant impressions were compared with the reference models in the same coordinate system to their linear deviation.
Furthermore, the reference key showed in vitro the highest accuracy and differed statistically significant to the other investigated methods. The conventional method differed statistically significant to the digital impressions. The in vivo investigations showed different outcomes which could be affected by clinical parameters. Furthermore, the different measuring methods (comparing the methods in an equal coordinate system vs. best fit) could have had an impact on the results.
In conclusion, the reference key showed in vitro an accurate dimensional implant position transfer, which permits the in vivo use of the method. The conventional implant impression technique used in this study can also be recommended for intraoral full-arch use. The digital impression showed a larger deviation in full-arch-scans. Thus, the conventional implant impression can be recommended. Due to the measuring methods used and the low number of patients investigated in this study, no conclusions about the preferable method for intraoral use can be drawn. Therefore further clinical investigations are necessary.
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