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Politik und mediale Inszenierung: Deutsche Bundeskanzler und ihr veröffentlichtes Privatleben

Klotz, Anne Christin


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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-149146
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2019/14914/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Bundeskanzler , Politik , Medien , Privatleben , Bundesrepublik
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Historisches Institut (Zeitgeschichte)
Fachgebiet: Geschichts- und Kulturwissenschaften fachübergreifend
DDC-Sachgruppe: Geschichte Deutschlands
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.02.2019
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 04.11.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Spätestens seit dem Wahlkampf 1998 ist das Verhältnis von Politik und Medien zu einem in der Öffentlichkeit breit diskutierten Thema geworden, da Gerhard Schröder die Medien gezielt zur Darstellung seiner Persönlichkeit unter Einschluss des Familienlebens genutzt hat. In Debatten um die Rolle der Medien in der Politik fallen häufig Begriffe wie „Amerikanisierung“, „Personalisierung“ oder „Entertainisierung“. Ein entscheidender Faktor ist dabei das Privatleben der jeweiligen Bundeskanzler. Die Dissertation fragt daher nach der medialen „Inszenierung“ des Privatlebens aller deutschen Bundeskanzler und der derzeitigen Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihrer Amtszeit.
Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt: Welcher Bundeskanzler präsentiert seine Privatsphäre auf welche Weise? Welche Rollen kommen dabei politischen Institutionen wie Bundeskanzleramt oder Pressestellen zu? Wie groß ist deren mediale Einflussnahme? Was wird in den Berichten über das Privatleben gezeigt, was nicht? Welche Wertungen sind damit verbunden? Dazu untersucht die vorliegende Arbeit verschiedene Aspekte des privaten Umfelds der politischen Protagonisten wie z.B. die Familie, die häusliche Umgebung und Rollenzuschreibungen. Ferner wird gezeigt, welcher Strategien sich Politiker und die dahinterstehenden Institutionen bedient haben, um das Privatleben in den Medien darzustellen. In welchem Maße können Politiker bzw. die politischen Einrichtungen eine positive Berichterstattung über den Bundeskanzler als Privatmenschen steuern? Wurden Grenzen überschritten, die eine negative Berichterstattung begünstigten? Das Projekt zeigt auf, inwieweit Darstellungen von Politikern als Privatmensch die „Mediendemokratie“ beeinflusst und welche Veränderungen sie im Laufe der Zeit im Verhältnis zwischen Politik und Massenmedien bewirkt haben.
Ausgangspunkt der Untersuchung sind die deutschen Bundeskanzler und in Teilbereichen die Bundeskanzlerin. Der Zugang zu dem Thema erfolgt über ihr in den Medien veröffentlichtes Privatleben, denn darin überschneidet sich die mediale Arbeit von der politischen wie auch der journalistischen Seite. Dieses Vorgehen erfordert es, die verschiedenen Facetten des Privatlebens der Bundeskanzler einzuteilen. So wird in der vorliegenden Arbeit zwischen vier Kategorien unterschieden: Netzwerke, Orte, Praktiken und Körper/Das Selbst.
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