GEB - Prävalenz, Klassifizierung und Erblichkeit verschiedener Typen von lumbosakralen Übergangswirbeln beim Deutschen Schäferhund - Gluding, Dennis 
 

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Prävalenz, Klassifizierung und Erblichkeit verschiedener Typen von lumbosakralen Übergangswirbeln beim Deutschen Schäferhund

 Gluding, Dennis


Originalveröffentlichung: (2019) Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (53.928 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-148308
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2019/14830/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinikum Veterinärmedizin, Klinik für Kleintiere – Chirurgie
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6815-8
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.07.2019
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum: 23.09.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Lumbosakrale Übergangswirbel (LÜW) stellen anatomisch fehlgebildete Wirbel am Übergang von der kaudalen Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein dar. Für die Rasse des Deutschen Schäferhundes (DSH) konnte durch vorherige Untersuchungen eine Rasseprädisposition für das Vorliegen von LÜW festgestellt werden. In Abhängigkeit von ihrer Morphologie prädisponieren manche LÜW bei Hunden, vermutlich aufgrund einer Veränderung der Biomechanik des lumbosakralen Überganges, für die Entwicklung neurologischer und gegebenenfalls auch orthopädischer Folgeerkrankungen. Insbesondere der Zusammenhang zwischen dem Auftreten symmetrisch oder asymmetrisch stark von der Norm abweichender LÜW und dem Cauda equina Syndrom als sekundäre Erkrankung wurde in der Literatur eingehend beschrieben. Die Korrelation zu orthopädischen Erkrankungen, wie der Hüftgelenkdysplasie (HD) und der Coxarthrose, sind weniger eindeutig. Weniger die LÜW selbst als vielmehr die möglichen Folgeerkrankungen stellen eine negative Beeinflussung des Wohlbefindens und der Gesundheit betroffener Hunde dar. Auf Basis der durch Vorstudien nachgewiesenen mindestens moderaten Heritabilität von LÜW ist eine Erarbeitung effektiver Zuchtstrategien beim DSH möglich. Hierdurch ist eventuell neben einer Reduktion der Häufigkeit von LÜW im Speziellen auch eine Verringerung der Häufigkeit korrelierter Folgeerkrankungen möglich. Genetisch-statistische Analysen sollen als Grundlage für die Entwicklung angemessener, zielorientierter und wirkungsvoller Zuchtmaßnahmen dienen.
Kurzfassung auf Englisch: Lumbosacral transitional vertebrae (LTV) are congenitally malformed vertebrae located at the transition between the lumbar spine and the sacrum. Previous research has repeatedly indicated a breed predisposition for German Shepherd Dogs. Depending on their conformation, LTV can promote neurologic disorders and potentially also orthopedic diseases. This has been assumed to be related to altered biomechanics in the affected part of the spine. Some studies suggest that more severely deformed LTV can be involved in the development and progression of Cauda equina syndrome (CES), regardless of being symmetrical or asymmetrical. The correlation between LTV and orthopedic diseases, such as canine hip dysplasia and coxarthrosis, is less evident. The secondary diseases represent the main negative influence of LTV on the welfare and health of the individual affected dog rather than the LTV themselves. However, the hereditary nature of LTV allows developing successful breeding strategies to reduce the prevalence of LTV and the development of related secondary neurologic and orthopedic diseases. Improved understanding of the genetics and characteristics of LTV will help to define such approaches that are reasonable, targeted and efficient.
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