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Untersuchungen zum Stellenwert zeitlich gestaffelter Nachsorgekontrollen des Remissionsstatus in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit reifen B-Zell Non-Hodgkin Lymphomen

Analysis of the significance of scheduled follow-up examinations for paediatric patients with relapsed mature B-cell Non-Hodgkin Lymphoma

Rosenbusch, Christine Karin


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-148269
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2019/14826/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Nachsorge , Rezidiv , Kind , NHL , reif
Freie Schlagwörter (Englisch): follow-up , relapse , child , NHL , mature
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.05.2019
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 03.09.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund der Arbeit war der bislang nicht evaluiert Stellenwert von Nachsorgeuntersuchungen pädiatrischer Patienten mit Rückfall (Rezidiv) eines reifzelligen B-Zell Non-Hodgkin Lymphoms (B-NHL) bzw. der leukämischen Form (B-AL). Die Wahrnehmung von Nachsorgeuntersuchungen stellt für die betroffenen Familien einen emotionalen Belastungsfaktor dar. Zusätzlich bedeuten Nachsorgeuntersuchungen einen erheblichen personellen und finanziellen Aufwand. Ziel der Arbeit war die Klärung der Frage welche Bedeutung Nachsorgeuntersuchungen für pädiatrische Patienten mit Rezidiv eines B NHL haben. Im Rahmen der multizentrischen Therapiestudien B-NHL BFM zwischen 1986 und 2008 konnten 199 Patienten mit B-NHL Rezidiv evaluiert werden. Im Zeitraum der regulären Nachsorge nach Ende der Initialtherapie wurde die Rezidiverkrankung bei 3 von 10 Patienten im Rahmen geplanter Nachsorgeuntersuchungen und bei 7 von 10 Patienten in Folge von Tumorsymptomatik gestellt. Rezidivdiagnosen bei Nachsorgeuntersuchungen wurden zeitlich nicht früher gestellt. Der statistisch signifikante Überlebensvorteil bei Rezidivdiagnose im Rahmen der Nachsorgekontrollen konnte innerhalb der heterogenen histologischen Subtypen nicht reproduziert werden. Bei Patienten mit Diagnose eines Burkitt Lymphoms bzw. einer B-AL ist die Durchführung von Nachsorgeuntersuchungen nicht mit einem Vorteil verbunden. Patienten mit Diagnose eines diffus großzelligen B-Zell-Lymphoms hatten bei kleinen Fallzahlen einen statistisch nicht signifikanten Überlebensvorteil bei Diagnosestellung im Rahmen der Nachsorge. Patienten mit Diagnose eines primär mediastinalen, großzelligen B-Zell-Lymphoms hatten keinen Überlebensvorteil bei Diagnose im Rahmen der Nachsorgeuntersuchungen.
Kurzfassung auf Englisch: Background of this evaluation was the lack of data regarding the role of follow-up examinations for paediatric patients with relapsed mature B-cell Non-Hodgkin Lymphoma (B-NHL). The attendance of follow-up programs is an emotional burden for affected families. Additionally, follow-up programs are associated with considerable human and financial resources. Aim of this study was to evaluate the role of follow-up examinations for paediatric patients with relapsed mature B-NHL.The clinical records of 199 children with relapsed B-NHL during the mulitcentre studies B-NHL between 1986 and 2008 were evaluated. During the period of regular follow-up examinations after the end of first line therapy 3 out of 10 relapses were diagnosed during follow up examinations. Due to symptoms suggestive of relapse 7 out of 10 relapses were diagnosed. Follow up examinations failed to detect relapses early. The superior overall survival for patients with relapse diagnosis in the course of scheduled follow-up examinations was not replicable within heterogenous histological subtypes.
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