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Saatbeigaben zu Soja: Auswirkungen auf Keimung und Jugendentwicklung unter kühlen Bedingungen

Soy seed additives: effects on germination and juvenile development under cool conditions

Rohden, Aila Elisa von


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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-148130
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2019/14813/

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University: Justus-Liebig-Universität Gießen
Institute: Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung II, Professur für Organischen Landbau
Department:: Agrarwissenschaften und Umweltmanagement
Dewey Decimal Classification: Agriculture
Document type: Bachelor Thesis
Language: German
Year of creation: 2017
Date of publication: 17.09.2019
Abstract in German: Für den Sojaanbau in Deutschland ist besonders die Jugendentwicklung eine kritische Phase: Kühle Temperaturen wirken sich einschränkend auf Keimrate und die Ausbildung der Symbiose mit den spezifischen Knöllchenbakterien (Bradyrhizobium japonicum) aus. Beikräuter1, die sich ebenfalls negativ auf den späteren Ertrag auswirken, können während der Jugendphase mechanisch kaum bekämpft werden. Im Fokus dieser Bachelorarbeit stand darum die Frage, ob die Jugendentwicklung der Sojabohne unter kühlen Temperaturen durch Saatbeigaben verkürzt werden kann. Es wurden zwei Saatbeigaben bei 15°C im Gefäßversuch getestet: Eine der gewählten Saatbeigaben (Genistein Soy Complex Powder, eigentlich aus dem medizinischen Bereich) enthielt die Isoflavonoide Genistein und Daidzein, deren positive Wirkung auf die Knöllchenbildung und N2-Fixierung schon durch zahlreiche Studien belegt ist. Die zweite Saatbeigabe (RhizoVital, ein bereits für den ökologischen Landbau zugelassenes Mikroorganismenpräparat) basierte auf dem Bakterium Bacillus amyloliquefaciens. Der durchgeführte Versuch konnte die erwartete positive Wirkung der Saatbeigaben auf verschiedene Parameter der Symbiose und der Pflanzenentwicklung kaum bestätigen. Eine insgesamt sehr geringe Auflaufrate von knapp 23 % schränkte die statistische Aussagekraft der Ergebnisse stark ein. Eine eindeutig positive Tendenz konnte für die Wirkung der Isoflavonoide auf die Wachstumsgeschwindigkeit der Sojapflanzen festgestellt werden. Die nur mit dem Mikroorganismenpräparat behandelte Variante lief überhaupt nicht auf, die Anwendung dieser Saatbeigabe lässt sich also unter den gegebenen Bedingungen nicht empfehlen. Für die insgesamt geringe Auflaufrate gibt es viele mögliche Ursachen, eine eindeutige Fehlerquelle ließ sich jedoch nicht feststellen. In jedem Fall ist für etwaige Folgeversuche eine vorangehende Qualitätsprüfung des Saatguts zu empfehlen, weitere Faktoren wie die Wasserzuführung könnten optimiert werden. Die niedrige Temperatur als Hemmfaktor kann ebenfalls nicht ausgeschlossen werden, war aber Teil des Versuchskonzeptes.
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