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Kultur und Religion als Einflussfaktoren für Alexithymie in Zusammenhang mit Angst, Depression, Körperbeschwerden, Stimmung und Hautzufriedenheit in einer syrischen Populationsstudie im Vergleich zur deutschen Eichstichprobe

Culture and religion as influencing factors for alexithymia in connection with anxiety, depression, body ailments, mood and skin satisfaction in a Syrian population study in comparison to the German calibration sample

Saad, Simon


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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-147929
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2019/14792/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Kinderheilkunde
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 11.09.2018
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 02.08.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Diese Arbeit setzt die Frage an, ob ein Unterschied bezüglich einer alexithymen Merkmalsausprägung zwischen der deutschen und der syrischen Kultur vorliegt. Ergänzend wird innerhalb der syrischen Population dargestellt, in welchem Zusammenhang eine alexithyme Merkmalsausprägung mit körperlichen Beschwerden, Stimmung und Hautzufriedenheit steht. In einem letzten Schritt wird innerhalb der syrischen Population überprüft, ob Differenzen zwischen syrischen Christen und Moslems bestehen. In diesem Schritt wird die Bedeutung von Religion als separater Entwicklungsfaktor für eine alexithyme Merkmalsausprägung dargestellt.
In dieser Arbeit werden verschiedene Testbögen (TAS-26, HADS, GBB, SAM und Hautzuf) in einer syrischen Population (254 Probanden) angewendet, um zu evaluieren
ob ein Unterschied bezüglich einer alexithymen Merkmalsausprägung zwischen der deutschen und der syrischen Kultur vorliegt. Zudem wird innerhalb der syrischen
Population überprüft, ob Differenzen zwischen syrischen Christen (88 Probanden) und Moslems (166 Probanden) bestehen.
Die Ergebnisse weisen auf, dass die Syrer im Vergleich zu den Deutschen ängstlicher und depressiver sind, sowie vermehrt über körperlich Beschwerden klagen. Zudem liegt bei den Syrern eine stärkere alexithyme Merkmalsausprägung vor. Im Gegensatz dazu weisen die Deutschen höhere Werte in Bezug auf Selbst-, Partner-, und Elternberührung,sowie Scham und Ekel auf. Im Religionsvergleich innerhalb der syrischen Population zeigt sich, dass Moslems im Vergleich zu Christen alexithymer sind, und signifikant höhere Werte in Bezug auf ein vermehrt extern orientiertes Denken aufweisen. Die Ergebnisse dieser Studie unterstützen somit die Vermutung, dass sowohl unterschiedliche Kulturen als auch Religionen Einfluss auf eine alexithyme Merkmalsausprägung nehmen.
Kurzfassung auf Englisch: In this study different test sheets (TAS-26, HADS, GBB, SAM and Skin Satisfaction Questionnaire) were used in a Syrian population (254 test people) to evaluate if
differences in devoloping alexithymic characteristic between the German and the Syrian culture are present.
Besides it is examined within the Syrian population, whether differences between Syrian Christians (88 test people) and Muslims (166 test people) exist.
The results exhibit, that the Syrians in comparison to the Germans are more fearful and depressive, and deplore more physical complaints. In contrast, the Germans exhibit higher values regarding self-, partner- and parental contact, as well as shame and disgust. In the religion comparison within the Syrian population the Muslims show in comparison to the Christians a higher alexithymic expression and significantly higher values regarding externally oriented thinking. Thus the results of this study support the assumption that both, different cultures and religions, take influence on an alexithymic characteristic
development.
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