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Klinische, radiologische und histologische sowie immunhistologische Untersuchung auf MMP-2, -8, -9 und TIMP-1 bei der Parodontitis des Hundes

Reimann, Ellen Lisa


Originalveröffentlichung: (2019) Gießen : DVG Service GmbH
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (8.122 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-146617
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2019/14661/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinikum Veterinärmedizin, Klinik für Kleintiere - Chirurgie
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
ISBN / ISSN: 978-3-86345-483-8
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 08.05.2019
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum: 22.05.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Die Literaturübersicht der vorgelegten Arbeit behandelt die Anatomie von Gebiss und Zähnen des Hundes und die Bedeutung, Pathogenese sowie die klinischen, radiologischen und histologischen Auffälligkeiten und Einteilungsmöglichkeiten der kaninen Gingivitis und Parodontitis. Zudem wird ein Überblick über die Gruppe der Matrix-Metalloproteinasen (MMPs) und deren wichtigsten Inhibitoren (Tissue Inhibitors of Metalloproteinases, TIMPs) gegeben und deren Nachweis im Zusammenhang mit einer Gingivitis und Parodontitis bei Hund und Mensch beschrieben.
Es wurden insgesamt 40 Reiß- und Mahlzähne von 22 Hunden zunächst klinisch und radiologisch untersucht. Anschließend erfolgte die histologische Aufarbeitung, wozu die Zähne auf Höhe der mesialen und distalen Wurzel sowie auf Höhe der Furkation in bukko-lingualer bzw. bukko-palatinaler Richtung geteilt und mittels EDTA entkalkt wurden. Für die histologische Beurteilung wurden die angefertigten Schnitte mittels Hämatoxylin/Eosin (HE) gefärbt. Zudem erfolgte eine immunhistochemische Untersuchung auf MMP-2, -8 und -9 sowie TIMP-1 mittels Avidin-Biotin-Peroxidase-Komplex-Methode.
Zusammenfassend werden die klinischen, radiologischen und histologischen Veränderungen im Rahmen von spontan aufgetretenen Gingivitiden und Parodontitiden beim Hund beschrieben und mit der Literatur verglichen. Anhand der durchgeführten Arbeit kann gezeigt werden, dass die kanine Gingivitis und Parodontitis durch die histologische Untersuchung früher erkannt und genauer klassifiziert werden kann, als in der routinemäßig durchgeführten klinischen und radiologischen Untersuchung. Die bekannten Klassifizierungen sollten nach Meinung der Autorin für die histologische Untersuchung durch die ausschließliche Randsaumgingivitis ergänzt werden. Neben den typischen entzündlichen Veränderungen der Gingiva und dem Abbau von Alveolarknochen zeigen histologisch auch weitere Strukturen von Zahn und Zahnhalteapparat Veränderungen im Zusammenhang mit einer Parodontitis. Für den lebenden Patienten hat die histologische Untersuchung aufgrund der notwendigen Extraktion des Zahnes mit dem Zahnhalteapparat keine Bedeutung, obwohl sie nützlich für die Einteilung und für das Verständnis von mikroskopischen Veränderungen im Rahmen einer Parodontitis ist. Die so erworbenen Informationen könnten bei der Behandlung zukünftiger Patienten helfen.
Kurzfassung auf Englisch: The literature section of the present study deals with the anatomy of canine dentition and teeth as well as relevance, pathogenesis, clinical, radiological and histological findings along with different scores for gingivitis and periodontitis. Additionally, an overview of matrix metalloproteinases (MMPs) and their most common inhibitors (tissue inhibitors of matrix metalloproteinases, TIMPs) is given and their involvement in gingivitis and periodontitis in dogs and humans is described.
40 carnassial teeth and other premolars and molars of 22 dogs were used in this study. First, these teeth were examined clinically and radiologically. Afterwards, they were cut into fragments vertically along their mesial and distal roots and at the level of the furcation in bucco-lingual/bucco-palatinal direction. Decalcification was carried out by the use of EDTA. Hematoxylin-eosin staining was used for histological evaluation. Furthermore, immunohistochemical detection of MMP-2, -8, -9 and TIMP-1 was performed by avidin-peroxidase-complex-technique.
In summary, clinical, radiological and histological findings of spontaneously occurred gingivitis and periodontitis in dogs were described and discussed under consideration of the current literature. This study shows, that canine gingivitis and periodontitis can be detected earlier and classified more detailed via histological examination in comparison to the routinely performed clinical and radiological examinations. In the author’s opinion, marginal gingivitis should be added to the established classifications for histological staging of periodontitis. Besides typical inflammatory changes of the gingiva and alveolar bone loss, other structures of the tooth and periodontium also showed alterations when periodontitis was present. As it is necessary to extract the whole tooth with its periodontium for histological examinations, this technique cannot be used in living patients, but it is helpful in grading and understanding the histological changes in periodontitis. This may provide useful information for the treatment of patients in the future.
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