Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Innovationen „Made in China“? : Eine Studie im Multi-Methods-Design zur Erfassung der Innovationsfähigkeit chinesischer Unternehmen und regionaler Einflussgrößen im Innovationsprozess am Beispiel des Maschinen- und Anlagenbaus

Innovations "Made in China"? : A multi-methods-design study to capture the innovative capability of Chinese firms as well as regional factors influencing the innovation process using the example of the machinery industry

Jeßberger, Sabine


Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (9.058 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-145776
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2019/14577/

Bookmark bei del.icio.us


Freie Schlagwörter (Deutsch): Innovation , China , Maschinenbau , regionales Innovationssystem , chinesisches Innovationssystem
Freie Schlagwörter (Englisch): innovation , China , machinery industry , regional innovation system , Chinese innovation system
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Wirtschaftsgeographie
Fachgebiet: Geographie
DDC-Sachgruppe: Geowissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.04.2019
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum: 24.05.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Innovationsfähigkeit chinesischer Unternehmen am Beispiel des Maschinen- und Anlagenbaus (MAB) zu erfassen, regionale Einflussgrößen im Innovationsprozess zu untersuchen und staatliche Eingriffe auf das Innovationsgeschehen in unterschiedlichen Regionen Chinas zu analysieren. Trotz zahlreicher Forschungsarbeiten zu Innovationen in China sind originär chinesische Innovationen in Branchen, die – wie der MAB – eine vergleichsweise geringe Einbindung in globale Produktionsnetzwerke aufweisen, bislang wenig untersucht. Des Weiteren konnte die bisherige Forschung nicht hinreichend erklären, wie das regionale Umfeld das Hervorbringen von Innovationen in China beeinflusst und wie sich staatliche Eingriffe auf das Innovationsgeschehen in verschiedenen Regionen des Landes auswirken. Mithilfe umfangreicher empirischer Untersuchungen an drei Standorten – Shanghai, Xiamen (Fujian) und Dongying (Shandong) – fand die vorliegende Arbeit erste Antworten auf diese Fragen. Hierzu wurden verschiedene quantitative und qualitative Erhebungsmethoden in einem Multi-Methods-Design kombiniert (Messebefragung mit Clusteranalyse und binär-logistischem Regressionsmodell, Unternehmensinterviews mit qualitativer Inhaltsanalyse und Analytischer Hierarchieprozess). Als theoretisches Grundgerüst wurden Modelle und Erklärungsansätze verwendet, die sich aus drei Blickwinkeln (prozessual, unternehmerisch und systemisch) mit Innovationen in China beschäftigen. Die verschiedenen Perspektiven werden den Entwicklungen im Schwellenland China besser gerecht, als es ein einzelner Ansatz vermocht hätte. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die chinesische MAB-Branche in der Gesamtheit noch nicht in der Lage ist, in größerem Umfang innovative Maschinen eigenständig zu entwickeln. Die Integration ausländischen Wissens ist für Innovationsprozesse im chinesischen MAB weiterhin von großer Bedeutung. Auch für chinesische MAB-Unternehmen stellen interne Ressourcen und die strategische Ausrichtung auf FuE die Basis für Innovationserfolg dar. Sie sind eine wesentliche Voraussetzung, um staatliche Unterstützungsmaßnahmen erfolgreich nutzen zu können. Die Befunde der Regionalstudien in Shanghai, Xiamen und Dongying sowie die Sekundärdatenanalysen zeigen große regionale Disparitäten in den Voraussetzungen und Umfeldbedingungen für Innovationen an den drei Untersuchungsstandorten. Diese Disparitäten führen dazu, dass sich eigene, regionsspezifische Wege zu Innovationen entwickelt haben.
Kurzfassung auf Englisch: The study aims at capturing the innovative capability of Chinese firms using the example of the machinery industry. Moreover, it investigates regional factors influencing the innovation process and analyzes state intervention in innovation processes in different regions of China. Despite numerous research on innovations in China, original Chinese innovations in industries that – like the machinery industry – are barely involved in global production networks have hardly been studied up to this point. Furthermore, research has so far failed to adequately explain how regional environments influence the emergence of innovations in China, and how government interventions affect innovations in different regions of the country. With the help of extensive empirical investigations at three locations – Shanghai, Xiamen (Fujian) and Dongying (Shandong) – the present work answers these questions. Various quantitative and qualitative survey methods were combined in a multi-methods design (trade fair survey with cluster analysis and binary-logistic regression model, firm interviews with qualitative text analysis and analytical hierarchy process). As a theoretical framework, models and explanatory approaches were used which deal with innovations in China from three perspectives (process-related, entrepreneurial and systemic). The different perspectives display the developments in emerging China better than a single approach. The paper concludes that the Chinese machinery industry as a whole is not yet able to independently develop innovative machines on its own. The integration of foreign knowledge is still very important for innovation processes in the Chinese machinery industry. Internal resources and the strategic focus on R & D are the basis for innovation success for Chinese machinery companies. They are an essential prerequisite for successfully using state support measures. The findings of the regional studies in Shanghai, Xiamen, and Dongying, as well as the secondary data analysis, show large regional disparities in the prerequisites and environment for innovations at the three locations. These disparities lead to the development of individual, region-specific paths to innovation.
Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen ohne Print on Demand