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Freisetzungskinetik von hochsensitiv gemessenem Troponin T bei stabiler Angina pectoris und induzierter myokardialer Ischämie

Release kinetics of highly sensitive troponin T in stable angina pectoris and induced myocardial ischemia

Zare, Jaber


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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-142934
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2019/14293/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Campus Kerckhoff
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.02.2019
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum: 28.03.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Eine frühzeitige und verbesserte Diagnostik der KHK kann zur Reduktion von Mortalität und Morbidität führen. Die diagnostische Genauigkeit von nicht-invasiven Stresstests, insbesondere die der Ergometrie, ist verbesserungswürdig. Im Gegensatz zum ACS ist der Nutzen und die Rolle der Troponine bei der stabilen KHK unklar. Es stellt sich die Frage, ob die Bestimmung von hs-TnT während der Ergometrie und MRT die Testgenauigkeit für die Diagnostik einer KHK verbessert und somit die Anzahl der unnötigen Koronarangiographien reduziert. In der vorliegenden Arbeit wurden bei 53 Patienten mit der Verdachtsdiagnose KHK zusätzlich zur Durchführung einer Ergometrie hs-TnT Werte zu drei Messzeitpunkten bestimmt: Baseline: kurz vor der Ergometrie, bei maximaler Belastung, sowie 4 Stunden nach der Ergometrie. 26 Patienten zeigten einen positiven Belastungstest (+EST) und 27 Patienten einen negativen Belastungstest (-EST). Alle diese 53 Patienten wurden anschließend koronarangiographiert. Hierbei wurde bei 39 Patienten eine KHK diagnostiziert. Des Weiteren wurde in einem weiteren Kollektiv bei 45 Patienten mit der Verdachtsdiagnose KHK eine Stress-MRT durchgeführt. 16 Patienten wiesen einen positiven (+MRT) und 27 einen negativen Ischämienachweis (- MRT) auf. Auch hier haben wir nach dem oben genannten Schema die Troponin- Konzentrationen zu drei Messzeitpunkten gemessen. Im +MRT Kollektiv waren die hs- TnT Werte zu allen Zeitpunkten höher als im –MRT Kollektiv, die hs-TnT Werte waren bei Patienten mit KHK in beiden Gruppen signifikant höher als Patienten ohne KHK und mit Hinzunahme der Troponin-Bestimmung stieg die Spezifität der Ergometrie bei gleichbleibender Sensitivität von 42,9% auf 80% und Sensitivität der MRT von 48,5% auf 72,7%. Erhöhte Troponinwerte bei Patienten mit KHK und bei Patienten mit positivem Ischämienachweis in einer Stress-MRT wurden in mehreren Studien beschrieben. Insgesamt ist eine Troponinbestimmung schnell und leicht durchführbar und zudem kostengünstig. Somit könnte eine singuläre Troponinbestimmung ohne Provokationsverfahren einer myokardialen Ischämie eine gute Alternative als erstes Screening-Verfahren für das Vorliegen einer KHK darstellen. Um genauere Angaben zur Verbesserung der Testgenauigkeit der Ergometrie und Stress-MRT machen zu können, sind größere Studienkollektive notwendig. Auch eine direkte Aussage über die Möglichkeit der Kombination der MRT und der Troponinkonzentration vor dem Belastungstest sollte in einer großen Kohorte validiert werden.
Kurzfassung auf Englisch: Early and improved diagnosis of coronary artery disease (CAD) can reduce mortality and morbidity. Despite performing non-invasive cardiac stress tests before coronary angiography, the diagnostic gain in elective coronary angiography is low. In contrast to ACS, the usefulness and role of troponins in stable CAD is unclear. The aim of the study was to examine whether high-sensitivity cardiac troponin T (hs-TnT) concentrations rise in response to inducible myocardial ischaemia and may improve the diagnostic accuracy of ESTs and stress-MRI and thus reduces the number of unnecessary coronary angiographies. In addition venous blood samples for measurement of hs-cTnT were collected prior to EST, at peak exercise, and 4 h after EST. 26 patients showed a positive exercise test (+ EST) and 27 patients a negative exercise test (-EST). Coronary angiography was assessed for all patients. Here, 39 patients were diagnosed with CAD. In addition, stress-MRI was performed in another group of 45 patients with the suspected diagnosis of CAD. Positive +MRI was documented in 16 patients. Again, we measured the troponin concentrations at three measurement times according to the above scheme. In the + MRI group the hs-TnT values were significantly higher at all times than in the - MRI group, the hs-TnT values were significantly higher in patients with CAD in both groups than patients without CAD and with the addition of the troponin measurement the specificity increased with constant sensitivity from 42.9% to 80% and sensitivity of MRI from 48.5% to 72.7%. Increased troponin levels in patients with CAD and in patients with positive ischemia detection in stress MRI have been described in several studies. Overall, the measurement of hs-TnT is fast and cheap. Thus, a single troponin measurement without provocation of a myocardial ischemia could be a good alternative as a first screening method for the presence of a relevant CAD. In order to be able to give exact details for the improvement of the tests, larger studies are necessary. Also, a direct statement about the possibility of combining MRI and troponin concentration before the exercise test should be validated in a large cohort.
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