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Sustainable tourism development in mountainous regions of Georgia - Bakuriani and Kazbegi case study

Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus in Bergregionen Georgiens - Bakuriani und Kazbegi Fallstudie

Mamniashvili, Giorgi


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-142134
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2019/14213/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): sozioökonomische Situation , Tourismus , Nachhaltigkeit , Einkommensgenerierung
Freie Schlagwörter (Englisch): socioeconomic situation , tourism , sustainability , income generation
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung der JLU (ZEU), Sektion Ernährungssicherung
Fachgebiet: Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft (VWL)
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 23.03.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 12.03.2019
Kurzfassung auf Englisch: Since the beginning of XXI Century when the “Rose Revolution” took place in Georgia tourism was declared as important and strategic for the country’s development. Appropriate steps were undertaken, which were followed by almost immediate results. The industry started developing since 2004 in a progressive manner (See. Figure 17). However, tourism development in some cases may have drawbacks, such as, negative influence on natural resources, culture, lifestyle of local population, which is a deviation from sustainable values. Thus, the main idea of the PhD thesis is to study the role of tourism in socio-economic changes in two remote mountainous regions of Georgia – Bakuriani and Kazbegi and evaluate tourism development with regards to tourism development sustainability principles.
Information from research units was collected by means of quantitative questionnaire and face-to-face in-depth interview guidelines. A specifically designed questionnaire was used to get information about demographics, socio-economic, agricultural and touristic activities of the households. Face-to-face in-depth interviews ensured qualitative information from experts, guesthouse owners and tourists.
A different profile of research regions strongly determines a different role of tourism for Bakuriani and Kazbegi. Because it is a four-season resort, households in Bakuriani have more potential to choose tourism as their main activity and leave less effort for agriculture and farming. In Kazbegi the situation is different. As it is mainly a one-season resort, local households try to diversify their sources of income developing farming and agriculture while being involved in tourism. As a result, households in Bakuriani have less obstacles for tourism development and they choose tourism instead of farming and agriculture, while in Kazbegi these activities are led in symbiosis.
Analysis of qualitative and quantitative data shows that in spite of the fact that tourism plays an important role for both regions, most guesthouses do not invest in their tourism business development and if they do, the main source would be family savings, as bank loans are very expensive. According to research, infrastructure and economic environment tend to serve as the main obstacle for tourism development and both research regions face these issues.
Discussing qualitative and quantitative findings with regards to twelve aims for sustainable tourism development serves as a special feature of the research. This approach gives the possibility to structure all data according to twelve aims and find which processes do not meet sustainability requirements.
Various types of analysis show that the role of tourism industry in socio-economic processes is important in Kazbegi and Bakuriani but it differs according to regions based on their specifications. Households in both research regions use agricultural activities, mainly, for subsistence and, in some cases, for their tourism business.
Special and targeted programs should be dedicated to each research region in order to maximise their potential for tourism services and agricultural activities keeping in mind all the aspects of sustainability.

Kurzfassung auf Deutsch: Seit Anfang des 21. Jahrhunderts, mit Beginn der Rosenrevolution, wurde der Tourismus in Georgien als eine strategisch relevante Branche für die Entwicklung des Landes betrachtet. Notwendige Maßnahmen wurden eingesetzt, die dazu führten, dass die Tourismusbranche seit 2004 stetig wuchs (Abb. 17). Jedoch erfolgten damit manche Rückschritte, wie z.B. negative Auswirkungen auf Umwelt und Kultur und auf die Lebensgewohnheiten der verschiedenen regionalen Bevölkerungen. Diese stehen nicht im Einklang mit den Werten einer nachhaltigen Entwicklung. Leitgedanke dieser Dissertation ist es, sich mit der Rolle des Tourismus im Zuge von sozioökonomischen Veränderungen in zwei entlegenen Berggebieten Georgiens – Bakuriani und Kazbegi – auseinanderzusetzen. Die Studienergebnisse sollen dazu beitragen, den Tourismus in Georgien im Hinblick auf seine Nachhaltigkeit zu evaluieren.
Die Daten hierzu wurden mittels einer quantitativen Befragung und anhand von qualitativen Experteninterviews (Tiefeninterviews) erhoben. Die quantitative Befragung umfasst Angaben zu demografischen, sozioökonomischen, landwirtschaftlichen und touristischen Aktivitäten der Gasthausbesitzer. Die Experteninterviews stellten individuelle Informationen von Fachleuten, Besitzern von Gasthäusern und Touristen sicher.
Das unterschiedliche Profil der Studienregionen führt zu einer unterschiedlichen Rolle des Tourismus in Bakuriani und Kazbegi. Da Bakuriani ein Vierjahreszeiten- Urlaubsort ist, verfügen die Gasthausbesitzer dort über mehr Möglichkeiten, sich dem Tourismus als Haupttätigkeit zu widmen und damit weniger der Landwirtschaft und dem Farming. Anders ist die Lage in Kazbegi als einem one-season Urlaubsort. Hier versuchen die lokalen Gasthausbesitzer ihre diversen Einkommensaktivitäten zu erhalten, indem sie neben den touristischen Tätigkeiten sich auch mit der Landwirtschaft und dem Landbau beschäftigen; beide Betriebszweige erfolgen sozusagen in einer Symbiose. Anders die Gasthausbesitzer in Bakuriani, die sich fast ausschließlich auf die Entwicklung und den Ausbau des Tourismus konzentrieren.
Die Analyse von qualitativen und quantitativen Daten zeigt auf, dass, selbst wenn der Tourismus eine wesentliche wirtschaftliche Rolle in beiden Gebieten spielt, die Mehrheit der Gasthausbesitzer nicht in die Entwicklung dieser Branche investiert. Und in den Fällen, in denen doch investiert wird, erfolgt dies meistens aus familiären Ersparnissen. Denn mit der Inanspruchnahme von Bankkrediten werden zu hohen Zinsen verlangt. Der Forschung zufolge sind die Infrastrukturmängel und die finanziellen Rahmenbedingungen das Haupthindernis für eine konsequente touristische Entwicklung in beiden Berggebieten.
Die Erörterung von qualitativen und quantitativen Ergebnissen unter Berücksichtigung der 12 Ziele für die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus dient als Schlüsselmerkmal dieser Studie. Sie ermöglicht es, die gesamten Daten dahingehend zu analysieren, welche der genannten 12 Ziele den Anforderungen eines nachhaltigen Tourismus entsprechen und welche nicht bzw. wo es Handlungsbedarf gibt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der touristische Sektor eine wichtige Rolle für den sozioökonomischen Prozess in Kazbegi und Bakuriani spielt. Die standortbezogene Ausprägung und Bedeutung wird jedoch von den jeweils regionalen Besonderheiten bedingt. Für beide Berggebiete gilt allerdings, dass die dort lebende Bevölkerung von der Landwirtschaft abhängt, sei es in Form von Subsistenzwirtschaften oder im Rahmen von touristischen Anbieterleistungen.
Spezifisch eingesetzte Entwicklungsprogramme sollen darauf zielen, dass beide Gebiete ihr touristisches und landwirtschaftliches Potenzial maximal ausschöpfen, ohne die entsprechenden Nachhaltigkeitskriterien zu vernachlässigen.

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