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Micronutrient status and dietary intake : a cross sectional study in women married to smokers among poor households in Indonesia

Mikronährstoffstatus und Lebensmittelaufnahme : eine Querschnittstudie bei Frauen aus armen indonesischen Haushalten, die mit Rauchern verheiratet sind

Wijaya-Erhardt, Maria


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-139510
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2019/13951/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Rauchen , Mikronährstoffstatus , Lebensmittelaufnahme , Anthropometrie
Freie Schlagwörter (Englisch): Smoking , micronutrient status , dietary intake , anthropometry
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Ernährungswissenschaften
Fachgebiet: Haushalts- und Ernährungswissenschaften - Ökotrophologie
DDC-Sachgruppe: Haushaltswissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 18.01.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 21.01.2019
Kurzfassung auf Englisch: Prevalence of male smoking is high in Indonesia especially among those living in poverty which diverts money from basic necessities to cigarettes. However, information on whether micronutrient status and women’s diet are associated with the smoking status of husbands in low income households in Indonesia is generally lacking. For this purpose, we conducted a cross-sectional study among poor rural and peri-urban households.
A total of 588 non-smoking women, aged 19 – 44 years, stratified by smoking (n=386) or non-smoking (n=200) husbands, was purposely selected and, data regarding socio-economic, micronutrient status, and dietary intake were collected from 2 study areas in Indonesia. Venous blood samples were obtained, and haemoglobin (Hb), ferritin, soluble transferrin receptor (sTfR), body iron, retinol binding protein (RBP), and homocysteine (Hcy) concentrations were measured. 24-hour dietary recall were used to examine the nutritional quality of women’s diet. During the study, the women with their children received anthropometric assessments. The nutritional status of 482 children aged 2-6 years old were defined based on weight and height measurements: weight-for-age, height-for-age and weight-for-height.
The results of this study showed that women with non-smoking husbands, in comparison to those married to smokers, had significantly lower Hcy concentration (by 0.08 µmol/L on average), after adjustment for energy intake and study area. No significant differences in Hb, ferritin, sTfR, body iron, and RBP concentrations were observed; however, expected direction of associations between micronutrient status and groups could be seen in all indicators. Women with non-smoking husbands had significantly lower prevalence of iron deficiency (ferritin <15 µg/L; 2.9 vs. 7.6%), iron deficiency anaemia (Hb <120 g/L and ferritin <15 µg/L; 1.6 vs. 5%), and deficit in tissue iron (body iron <0 mg/kg; 0.6 vs. 3.3%) than women with smoking husbands.
In general there were no significant differences found in food group intakes and micronutrient intakes between the 2 groups. Inadequate micronutrient intake was the foremost problem in both areas, with reported median values of almost all micronutrients assessed being below the recommended requirements.
Households with smoking husbands had similar economic constraints and a similar percentage of monthly income spent on food, to households with non-smoking husbands.
Children whose fathers did not smoke were associated with higher child height-for-age Z-score (-1.99 vs. -2.25 Z-score, p=.02) than children whose fathers smoked. This resulted in a marginally lower prevalence of child stunting (49.6% vs. 62.2%, p=.07, respectively). For weight for age and weight for height no significant differences were found.
Despite the found differences in micronutrient status and child growth we could not establish that households with smoking husbands spent less of their income on food or negatively influenced women’s diet quality. Future studies with methodologies to better measure socio-economic status and diet and in other settings and target groups would be useful.
The findings of this study support tobacco control policies in Indonesia to reduce tobacco use, circumvent further unfavourable micronutrient status of women and faltering linear growth of children living in households with smoking fathers.
Kurzfassung auf Deutsch: Die Prävalenz von Rauchen bei Männern in Indonesien ist sehr hoch insbesondere unter der ärmeren Bevölkerung welches einen negativen Einfluss auf das verfügbare Einkommen hat um essentielle Dinge zu kaufen. Da es noch kaum untersucht wurde ob dies auch den Lebensmittelverzehr und die Versorgung mit Mikronährstoffen bei Frauen negativ beeinflusst haben wir eine Querschnittsstudie unter armen ländlichen und halbstädtischen Haushalten durchgeführt.
Insgesamt 588 nicht rauchende Frauen im Alter von 19-44 Jahren wurden abhängig vom Rauchverhalten des Mannes in eine rauchende (n=386) und eine nicht rauchende (n=200) Gruppe eingeteilt und in 2 Studienregionen in Indonesien soziökonomische Daten, der Mikronährstoffstatus und der Lebensmittelverzehr erfasst. Venöse Blutproben wurde gesammelt und Hämoglobin (Hb), Ferritin, der lösliche Transferrinrezeptor (sTfR), Körpereisenspeicher, Retinol bindendes Protein (RBP) und Homocystein (Hcy) gemessen. 24 Stunden Recalls wurden verwendet um die Qualität der Ernährung der Frauen zu beurteilen. Während der Studie wurde das Gewicht und die Größe der Frauen und deren Kindern erfasst. Der Ernährungsstatus der 482 Kinder im Alter von 2-6 Jahren wurde mit Hilfe von anthropometrischen Indizes (Gewicht für Alter, Größe für Alter und Gewicht für Größe) bestimmt.
Die Ergebnisse dieser Studie zeigten dass Frauen mit einem nicht rauchenden Ehemann nach Berücksichtigung der Energiezufuhr und Studienregion einen signifikant niedrigeren Homocysteinspiegel hatten (im Mittel um 0.08 umol/L). Keine signifikanten Unterschiede wurden gefunden bei Hämoglobin, Ferritin, sTfR, Körpereisenspeicher und RBP. Eine Tendenz für einen besseren Status bei Frauen mit nicht rauchenden Männern konnte allerdings bei allen gemessenen Parametern gefunden werden. Frauen mit einem nicht rauchenden Ehemann hatten gegenüber den Frauen mit rauchendem Ehemann eine signifikant niedrigere Prävalenz von Eisenmangel (Ferritin < 15 ug/L, 2.9% vs. 7.6%), Eisenmangelanämie (Hb < 120 g/L und Ferritin < 15 ug/L; 1.6% vs. 5%) und Defizit in Körpereisenspeicher (Körpereisenspeicher < 0 mg/kg; 0.6% vs. 3.3%).
Im allgemeinen konnte beim Konsum von Lebensmittelgruppen und der Mikronährstoffzufuhr keine signifikanten Differenzen zwischen den beiden Gruppen gefunden werden. Eine unzureichende Mikronährstoffzufuhr die im Nichterfüllen der Empfehlungen bei fast allen Mikronährstoffen gefunden werden konnte war das größte Problem in beiden Regionen.
Haushalte mit einem rauchenden Ehemann hatten im Vergleich zu Haushalten mit einem nicht rauchenden Ehemann ähnliche ökonomische Begrenzungen und Ausgaben für Lebensmittel.
Kinder deren Vater nicht rauchte hatten im Vergleich zu Kinder deren Vater rauchte einen besseren Z-score für Größe für Alter (-1.99 vs. -2.25 Z-score, p=.02) das sich in einer geringeren Prävalenz von Kleinwuchs zeigte (49.6% vs. 62.2%, p=.07). Beim Gewicht für Alter und Gewicht für Größe gab es keinen signifikanten Unterschied.
Obwohl das Rauchen des Ehemanns das Risiko für einen Mikronährstoffmangel bei den Frauen erhöht und einen negativen Effekt auf das Wachstum der Kinder hat, wurde in dieser Studie keine signifikant geringeren Ausgaben für Lebensmittel oder negative Auswirkung auf die Lebensmittelqualität in den untersuchten Haushalten gefunden. In zukünftige Studien müssten deshalb genauere Erhebungsmethoden verwendet werden um die Ernährung und den soziökonomischen Status besser zu erfassen und zusätzlich andere Regionen und Gruppen einschließen wie z.B. die städtische Bevölkerung, die für den Kauf von Lebensmittel vollständig vom Haushaltseinkommen abhängig ist.
Die Befunde dieser Studie unterstützen die Notwendigkeit, dass die Reduzierung des Tabakkonsums auch hinsichtlich des Einflusses auf die Mikronährstoffversorgung der Frauen und der Prävention von Wachstumshemmung von Kindern in Indonesien verbessert werden muss.
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