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Säkulare Soteriologie? : christliche Anthropologie und Psychotherapie

Schweiger, Eugen


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-139282
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2019/13928/


Universität Justus-Liebig-Universit√§t Gie√üen
Institut: Institut f√ľr Katholische Theologie, Systematische Theologie
Fachgebiet: Katholische Theologie
DDC-Sachgruppe: Religion, Religionsphilosophie
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der m√ľndlichen Pr√ľfung: 11.12.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 02.01.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Die Dissertation zeigt entlang (religions-)soziologischen √úberlegungen auf, dass die f√ľr den Laien nicht mehr selbstverst√§ndliche Sprache des Dogmas und der amtskirchlichen Lehre dazu neigen, den Blick auf die zugrundeliegenden humanen Intentionen christlicher Daseinsgestaltung zu verstellen. Zugleich erschweren ein binneninstitutionell gef√ľhrter Expertendiskurs √ľber Heilsbedingungen sowie hochcodierte Rituale die Kommunikation mit den in der Moderne individualisierten Lebenswelten des konkreten, an der Immanenz orientierten Subjektes. Durch die Institutionalisierung von Religion wurde eine Kommunikation mit den konkreten Befindlichkeiten konkreter Subjekte sukzessive unterwandert. Die Gro√ükirchen erleiden gegenw√§rtig einen hohen Mitgliederschwund, w√§hrend andere Optionen im Hinblick auf Selbst- und Sinnfindung regen Zulauf erfahren. Die Dissertation stellt diesbez√ľglich nun die √úberlegung an, dass in Mittel- und Westeuropa im Hinblick auf das ‚Äöseelsorgliche‚Äô Deuteprimat bzgl. menschlichen Daseinsvollzuges und Sinnstiftung ein ‚ÄöExodus‚Äô aus der theologischen in die (u.a.) psychologische/psychotherapeutische Rationalit√§t geschieht. Das vordergr√ľndige Ziel dieser Arbeit war es nun, aufzuzeigen, dass die Psychotherapie dabei aber im Grunde die schon in der j√ľdisch-christlichen Religion thematisierten Daseinsbedingungen wie Daseinswidrigkeiten und deren Handhabe in einigen relevanten Z√ľgen wiedergibt ‚Äď allerdings in einer der Moderne entsprechenderen Variante. Diese These wird in der Arbeit mittels einer Gegen√ľberstellung zeitgen√∂ssisch fundamentaltheologischer Entw√ľrfe mit (sich dezidiert als atheistisch deklarierenden) psychoanalytischen und (religi√∂s neutralen) humanistischen Varianten der Psychotherapie abgearbeitet. Biblische Motive (Sch√∂pfung, Vertreibung aus dem Paradies, Brudermord, S√ľnde ...) werden dabei mit zentralen Aspekten psychotherapeutischer Theoriebildung (Fr√ľhkindliche Entwicklung, Neurose, Narzissmus ...) verglichen und auf Konvergenzen hin analysiert.
Schließlich werden die Erkenntnisse der Psychoanalyse/Psychotherapie kritisch mit der gegenwärtigen Praxis des Christentums konfrontiert, währenddessen umgekehrt aufgezeigt wird, wie eine pauschalisierende psychoanalytische Religionskritik an den Handlungsdesideraten einer modernitätstauglichen Theologie vorbeigehen kann.
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