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Einstellungs- und Nutzungsanalyse bedeutender alternativmedizinischer Verfahren – eine explorative Studie mit Lehramtsstudierenden und Vergleichsgruppen

Analysis of attitude and use of prominent complementary and alternative medicine – an explorative research study conducted with student teachers and comparison groups.

Hamdorf, Elena


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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-134953
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2018/13495/

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Free keywords (German): Alternativmedizin , Schulmedizin , IAT , Einstellung , Wissenschaft
University: Justus-Liebig-Universität Gießen
Institute: Institut für Biologiedidaktik
Department:: Biologie
Dewey Decimal Classification: Education
Document type: Dissertation
Language: German
Date of examination: 23.02.2018
Year of creation: 2017
Date of publication: 08.03.2018
Abstract in German: Alternativ- bzw. paramedizinische Behandlungen und Präparate erfreuen sich in der Bevölkerung seit vielen Jahren gleichbleibender bzw. steigender Beliebtheit. Bislang wurden verschiedene Faktoren analysiert, die einen Einfluss auf die Einstellung zu Alternativmedizin haben könnten. Allerdings ergibt sich bisher kein schlüssiges Gesamtmodell.
In dieser Arbeit wurden die Einstellung zur und das Wissen über Alternativmedizin sowie der korrelative Zusammenhang zwölf unterschiedlicher Konstrukte mit der Einstellung zu Alternativmedizin an Biologielehramtsstudierenden und Vergleichsgruppen explorativ untersucht. Darüber hinaus wurde ein impliziter Assoziationstest (IAT, Greenwald et al. 1998) zur Messung der impliziten Einstellung gegenüber Alternativmedizin durchgeführt. Insgesamt zeigt sich eine überwiegend positive Einstellung zu alternativmedizinischen Verfahren und weitgehende Offenheit gegenüber einer zukünftigen Nutzung dieser. Frauen stehen alternativmedizinischen Inhalten durchschnittlich offener gegenüber als Männer. Dabei ist insgesamt eher geringes Grundlagenwissen zum Thema vorhanden. Dies gilt insbesondere für die Biologielehramtsstudierenden im ersten Semester. Die Termini „Alternativmedizin“, „Schulmedizin“, „Akupunktur“, „Pflanzenheilkunde“ und „Homöopathie“ sind fast allen Befragten bekannt. Pflanzenheilkunde und Homöopathie sind diejenigen Verfahren, die in der Vergangenheit deutlich am häufigsten verwendet wurden. Generell sind die bisherige Nutzung und die Nutzungsabsicht besonders hoch mit der Einstellung zur Alternativmedizin korreliert. Wissen über Wissenschaft und Einstellung zur Wissenschaft sind mit der Einstellung zur Alternativmedizin negativ korreliert. In einer der Stichproben zeigte sich sogar ein ausgeprägter negativer Zusammenhang zwischen dem Wissen über Alternativmedizin und der Einstellung zur Alternativmedizin. Weiterhin ist die Einstellung zu Alternativmedizin sowohl mit dem Glauben an Paranormales, als auch mit Spiritualität positiv korreliert.
Mehrere mögliche Einflussfaktoren auf die Einstellung zur Alternativmedizin wurden identifiziert, die in einer zukünftigen, hypothesenprüfenden Untersuchung näher erforscht werden sollten. Die Ergebnisse legen außerdem nahe, dass das Thema „Alternativmedizin“ sowohl in der Ausbildung zukünftiger Biologielehrer und –lehrerinnen als auch im schulischen Unterricht zu Gesundheitsfragen kritisch und wissenschaftsorientiert aufgegriffen werden sollte.
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